Speyer Waldsee auf den Punkt topfit

WALDSEE. Zum Auftakt der Meisterschaftsrunde haben die Herren 40 des TV Waldsee (A-Klasse) den TC Dudenhofen zuhause mit 19:2 geschlagen.
„Ein Auftakt nach Maß“, sagte Waldsees Kapitän Christoph Gehrke im Gespräch mit der RHEINPFALZ. „Es ist zwar die erwartete Niederlage geworden, im Ergebnis aber etwas zu hoch ausgefallen“, meinte Gästespielführer Andreas Flory. Die Waldseer stellten sich in ausgezeichneter Frühform vor. Sie boten eine überzeugende, ausgeglichene und geschlossene Mannschaftsleistung. Konditionell, spielerisch und läuferisch scheint der TV auf den Punkt topfit zu sein. Ein wesentliches Leistungsgefälle zwischen den Positionen eins bis sechs ließ Waldsee kaum erkennen. Obwohl Dudenhofen keineswegs enttäuschte, blieb es chancenlos. Nach drei Einzeln lag Waldsee mit 6:0 vorne. Uli Rutzen, Thorsten Weishaupt und Christoph Gehrke setzten sich ungefährdet durch. Ihre Gegenspieler Stephan Laubenstein, Wolfgang Roth sowie Christian Herr erkannten deren Überlegenheit und spielerische Klasse an: „Die Jungs haben tolles Tennis gespielt. Sie waren einfach die besseren Tennisspieler.“ Im Spitzeneinzel erwischte Waldsees Rüdiger Berthold einen glänzenden Start. Nach Durchgang eins, den er klar gewann, fand sein Widersacher Andreas Flory besser ins Spiel und leistete energischen Widerstand. Sicherheitsbälle schienen beide Akteure nicht zu kennen. Mit wuchtigen und genauen Angriffsschlägen versuchten beide, jede kleine Schwäche des Gegners zu nutzen. 2:0 lag Flory vorne. Bis zum 4:4 setzte sich keiner entscheidend ab. Dann brachte Berthold seinen Aufschlag zum 5:4 durch. Ein weiteres Break zum 6:4 beendete die hochklassige und spannende Partie. „In Satz eins habe ich mich besser bewegt und überhaupt keine Probleme gehabt. Andreas ist dann stärker geworden, und ich hatte eine kurze Durststrecke zu überwinden. Am Ende hat es dann wieder ganz gut geklappt“, berichtete Berthold. Flory fehlte die Matchpraxis: „Ich habe den Winter über nicht trainiert. Am Anfang hat er mich regelrecht vom Platz geschossen. Doch dann fand ich zu meinem Spiel und punktete selbst. Es wäre mehr drin gewesen, wenn ich meine vielen Chancen zu Spielgewinnen im zweiten Satz besser genutzt hätte.“ Ein ausgeglichenes Duell mit herrlichen Ballwechseln lieferten sich Harald Becker und Gästespieler Stefan Hildebrand. „Den ersten Durchgang haken wir ab“, meinte der glänzend aufgelegte TCD-ler. Was er im ersten Abschnitt auch versuchte, Becker wusste die bessere Antwort. Läuferisch überragend parierte er druckvolle Angriffe und punktete aus nahezu aussichtslosen Situationen: 6:0. Hildebrand legte einen Zahn zu und ging 5:3 in Führung. Becker stemmte sich gegen den Satzverlust und beendete den Tiebreak als der Glücklichere: 7:4 – „das beste Match des Tages“, meinte ein Zuschauer. Zu einer Neuauflage kam es zwischen Stefan Strozyk und dem Spargeldörfler Thomas Varlemann. Vor zwei Jahren spielten beide in der Pfalzliga der Herren 30 gegeneinander. Varlemann siegte nach 4:6 und 1:4 damals noch 7:6, 12:10. Vom ersten Ballwechsel an ließ er diesmal nichts anbrennen und sorgte mit 6:1, 6:1 für die verdienten Ehrenpunkte der Gäste. „Ich habe mich heute super wohl gefühlt und vom ersten Ballwechsel an meinen Rhythmus gefunden“, sagte Varlemann.