Speyer Walderholung: Baumpflege und Fällungen nötig

Walderholung – hier im Vorfeld einer Maikundgebung: Baumbestand als Besonderheit.
Walderholung – hier im Vorfeld einer Maikundgebung: Baumbestand als Besonderheit.

Viele Bäume auf dem Gelände der Walderholung in Speyer-Nordwest sind krank. Die Stadt sieht dringenden Handlungsbedarf.

Eine erste Frist läuft schon am 4. Juli ab. Das ist der letzte Schultag in Rheinland-Pfalz, und ab Montag darauf rücken Hunderte Schulkinder zum Ferienprogramm in der Walderholung an. Für sie bestünden Sicherheitsrisiken, wenn auf den 1,3 Hektar am Rand der Stadt nicht dringend gehandelt würde, so Fachbereichsleiter Robin Nolasco. Zuletzt sei ein Baum auf ein Gebäude gefallen, und immer wieder lösten sich Äste.

„Wir haben nach wie vor relativ große Baumschäden auf dem Gelände.“ Nicht nur die Kronen, auch Wurzelbereiche seien betroffen. Trockenstress und die Sandböden setzten den dominierenden Arten Kiefer, Robinie, Buche und Eiche zu. Nolasco kündigte ein Vier-Punkte-Programm an, um die Walderholung und einen möglichst großen Teil ihrer rund 160 Bäume zu retten.

Bauzäune angekündigt

In diesen Tagen starteten „intensive Baumpflegemaßnahmen“: Mithilfe einer externen Firma werde unter anderem Totholz entfernt. Zweitens werde es größere Baumrückschnitte und -fällungen geben, vor allem im westlichen Teil des Geländes, zum Wald hin. Drittens werde ein potenziell gefährlicher Bereich im Norden des Geländes über den kompletten Sommer durch Bauzäune abgesperrt und nicht mehr nutzbar sein. Der vierte Schritt seien sukzessive Ersatzpflanzungen vor allem von Kastanien. Laut Nolasco werden relativ schnell 50 Jungbäume erforderlich – auch um vorhandene Stämme von starken Winden abzuschirmen.

Die Stadt rief zu Spenden für neue Bäume auf; auch potenzielle Paten für die Anwuchspflege könnten sich im Rathaus melden. Wie viele Bäume genau fallen müssen, werde sich erst nach den Kontrollen in den kommenden Tagen zeigen. Vom Jugendstadtrat kam der Appell, die für Kinder im Sommer wichtige Beschattung des Geländes nicht aufs Spiel zu setzen.

Mehr zum Thema
x