Speyer „Würden niemanden nach Hause schicken“

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Dudenhofen. Seit 20 Jahren sorgt die Theatergruppe Dudenhofen jährlich für Unterhaltung. Die Zeiten sind nicht einfacher geworden, die Konkurrenz größer. Daher werden neue Wege beschritten. Unter anderem wird die Spielzeit verlegt. Im Gespräch mit unserer Mitarbeiterin Susanne Kühner verrät Pressewart Helmut Vögeli Geplantes und Erhofftes.

Herr Vögeli, welche Veränderungen stehen ins Haus?

Das Wesentliche ist die Terminverlegung ins Frühjahr, sodass die Proben in der kalten Jahreszeit laufen können. Wir werden zwischen dem 9. und 25. März 2018 an drei Wochenenden neun Vorstellungen geben. Am Inhalt der Stücke, am Bühnenbild und der Aufmachung der Halle soll nicht groß Hand angelegt werden, da wir dafür immer gelobt wurden. Allerdings ist nicht ausgeschlossen, dass wir alte Stücke auskramen, die wir jetzt als gute Amateurgruppe viel besser auf die Bühne bringen als früher. Bei unserem Regisseur Andreas Burger, selbst Theaterprofi, haben wir enorm dazugelernt. Wann fiel die Entscheidung zur neuen Struktur? Im Sommer 2016. Die Hitze bei den Proben in der Festhalle war unerträglich. Das haben wir in den Jahren zuvor bereits gemerkt. Dazu kam, dass der Sommerurlaub für viele flach fiel, oder gemeinsames Proben eben schwierig war. Etliche Interessenten wurden genau durch diese Probezeiten abgeschreckt. Wenn es draußen warm ist, geht man eben lieber baden oder grillen. Diesen Trend haben wir nach rund 25 Jahren festgestellt. Erst war die Theatergruppe mit Aktiven der Dudenhofener Chöre Liedertafel und Cäcilia besetzt, ab 1997 wurde sie ein eigenständiger Verein – die Premiere der neuen Stücke blieb stets im September. Bis jetzt. Der fehlende Nachwuchs ist das eine, die sinkende Zuschauerzahl das andere. Seit wann geht’s abwärts? Im vergangenen Jahr war es besonders drastisch. Da war es am ersten Spielwochenende ziemlich heiß, und rund um Dudenhofen waren Straßenfeste. Natürlich haben wir unseren festen Zuschauerstamm, der uns seit 20 Jahren die Treue hält. Aber das reicht nicht aus. Die Zuschauerzahlen wären nicht rückläufig, wenn mehr Schauspieler aus Dudenhofen dabei wären. Aber leider werden die immer weniger. Generell lässt sich sagen: Von neun bis zehn Vorstellungen, die wir bieten, ist das letzte Wochenende immer ausverkauft. Das Erste ist am schwächsten besucht. Erst nach der Berichterstattung in den Medien läuft der Vorverkauf besser. Viele gehen auch davon aus, alle Vorstellungen seien ausverkauft. Aber wir würden nie jemanden nach Hause schicken. Da wir ohnehin der optimalen Sicht wegen nur zehn Reihen stellen, haben wir noch eine Pufferzone. Sie wollen verstärkt in die Werbung gehen. Wie? Wir werden uns bei den Kreativtagen vom 24. bis 26. März in der Dudenhofener Festhalle zeigen und hoffen, durch offene Ansprache Interessenten für unsere Workshops zu gewinnen. Andreas Burger wird vor Ort sein, ebenso einige Schauspieler, die alle gerne Auskunft geben. Natürlich hoffen wir vor allem auf Leute aus Dudenhofen und der Umgebung. Wie groß ist die Hoffnung, die Dudenhofener mobilisieren zu können? Sehr groß. Vor allem setzen wir darauf, mit unseren kostenfreien Workshops einige an Land zu ziehen . Was erwartet die Teilnehmer der Workshops? Zunächst gibt es einen Schnupperkurs am 13. Mai. Wer Gefallen am Theaterspielen findet, wird zu einem Wochenend-Workshop eingeladen. Andreas wird seine Erfahrung weitergeben und Übungen anbieten. Seine Frau Alexa wird ihn unterstützen. Kontakt Andreas Burger, E-Mail: a.burger@kk.enbw.com, Helmut Vögeli, E-Mail: h.voegeli@gmx.de, Facebook: Theatergruppe Dudenhofen . |xsm

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