Speyer Wörth: 3500 Daimler-Mitarbeiter nehmen an Warnstreik teil

Rund 3500 Mitarbeiter haben sich gestern Vormittag an einem Warnstreik im Daimler-Lastwagenwerk in Wörth beteiligt. Die IG Metall erwartete für Demonstration am Abend nochmals 1000 Streikende aus der Spätschicht. Trotz des großen Aufmarsches ist die Stimmung vieler Daimler-Mitarbeiter gedrückt. Die Gründe: Fremdvergaben und Leiharbeit. Guter Dinge waren nur zwei der Daimler-Angestellten, die während des Warnstreiks mit der RHEINPFALZ sprachen. Der eine war der jüngste, ein 17-jähriger Azubi. „Atemberaubend, wie viele sich hier versammelt haben“, freute er sich vor der Wörther Festhalle. Die Arbeit mache ihm Spaß, das sei das Wichtigste. „Gut, weil wir mehr Geld kriegen“, sei seine Meinung, sagte der älteste Gesprächspartner. Das sei doch am Ende jeder Tarifrunde so. Der Mann hat schon Jahrzehnte im Werk hinter sich, die Anzahl der für ihn verbleibenden Jahre ist überschaubar. Deshalb drücke ihn auch die Aussicht nicht so sehr, dass seine Arbeit vielleicht bald von jemand anderem gemacht wird: „Die Logistik soll fremd vergeben werden.“