Speyer Vorläufiges Ende einer langen Reise
Mitte September hat die gebürtige Speyererin Christine Leingang die Position der General Managerin des Sealife in Speyer übernommen. Sie will mit den Mitarbeitern verschiedene Projekte angehen, etwa zur Verbesserung der Arbeitssicherheit. Dass sie sich in ihrem Umfeld wohlfühlt, ist ihr anzusehen. „Das Team hat mich so nett empfangen. Es macht richtig Spaß“, berichtet sie von ihren ersten Tagen im neuen Job. „Vielleicht habe ich aber auch noch eine Schonfrist“, sagt sie lachend.
Die 42-jährige Diplom-Betriebswirtin Fachrichtung Tourismus und Hotellerie hat zuvor bereits zwei Ausbildungen abgeschlossen. Nach ihrem Studium an der Fachhochschule Worms habe sie ihre Laufbahn in der Hotellerie gestartet. „Ich bin quasi aus dem Tourismus kommend in die Hotellerie gerutscht“, erzählt sie im Gespräch mit der RHEINPFALZ. Nach ihrer ersten Ausbildung zur Sozialversicherungsfachangestellten hat Leingang zunächst ihr Fachabitur nachgeholt, anschließend eine zweite Ausbildung zur Reiseverkehrskauffrau abgeschlossen. Interesse am Reisen hatte sie schon immer, erzählt sie von ihrer Entscheidung. „Ich hatte auch das Glück, eine Woche vor meinem ersten Arbeitstag hier in Speyer in England sein zu dürfen, um einige der Kollegen aus dem Unternehmen weltweit kennenzulernen“, berichtet sie. Nach ihrem Studium zog es die Speyererin tatsächlich ins Ausland. Der Speyer-Fan Leingang lebt zurzeit in Heidelberg, möchte aber wieder zurückziehen. Sie geht in der Freizeit gerne Wandern im Pfälzerwald, Schnorcheln mit der Tochter, hat den Tauchschein und kann surfen. Nach ihrer Diplomarbeit beim Reiseveranstalter Thomas Cook habe sie hierfür zunächst in einem Hotel auf Gran Canaria gearbeitet. Drei Jahre war die Speyererin auf den Kanaren und Griechenland beruflich unterwegs. „Ich liebe mittlerweile diese Herausforderung und Vielfältigkeit. Es kann immer etwas dazwischen kommen“, sagt sie. Flexibel auf die gegebenen Umstände reagieren zu können, Lösungen zu finden und neue Ideen einzubringen sei ihr Ansporn. Die vergangenen neun Jahre hat die Mutter einer elfjährigen Tochter zunächst als Verkaufsleiterin und schließlich als stellvertretende Direktorin im Best Western Plus, Palatin Kongresshotel und Kulturzentrum in Wiesloch gearbeitet. Die Schwerpunkte ihrer Arbeit langen bisher unter anderem auch in den Bereichen Arbeitssicherheit und Prozessoptimierung. Alles was sie in ihren bisherigen Tätigkeiten an Erfahrung und Wissen sammeln durfte, könne sie in ihrer jetzigen Tätigkeit in der Leitung einbringen, erzählt sie. „Das Wichtigste ist, dass das Team stimmt.“ „Das Sealife ist 15 Jahre alt und die wenigsten wissen, dass wir immer Neues machen.“ Nach und nach möchte die Betriebswirtin auch im Haus verschiedene Projekte in Zusammenarbeit mit den Mitarbeitern angehen. Geplant seien Rundgänge und das Sammeln von Verbesserungsvorschlägen. Es sei spannend zu sehen, zu welchen Ergebnissen man komme, wenn man die Dinge aus verschiedenen Blickwinkeln betrachte. „Viele Augen sehen viel“, sagt sie. Von Instandhaltungsmaßnahmen, kleineren Renovierungen über die Verbesserung der Arbeitssicherheit, der langfristigen Ausrichtung und Umstellung auf umweltschonende Materialien bis hin zu Ideen für neue Projekte reicht ihr Katalog, den sie abarbeiten möchte. „Alle sind sehr kooperativ, es ist ein tolles Team“, lobt sie. Einige der Mitarbeiter seien schon seit dem ersten Tag des Hauses engagiert mit dabei, berichtet Leingang. „Die Koordination und Umsetzung des Ganzen ist es, was mir Spaß macht.“ Sie persönlich habe kein Problem damit, mit anzupacken. „Das Ziel sind schließlich zufriedene Kunden und Mitarbeiter, die sich wohlfühlen.“