Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Vorarbeiten für das „Speyerer Ei“ haben begonnen

Symbolträchtig: Ein Mitarbeiter der Firma Yunex/Siemens baut die Ampeln an der Kreuzung ab.
Symbolträchtig: Ein Mitarbeiter der Firma Yunex/Siemens baut die Ampeln an der Kreuzung ab.

Seit Montag stehen die Absperrungen, seit Dienstag wird gefräst: Der Ausbau der unteren Hirschgraben-Kreuzung für 1,2 Millionen Euro sowie der Verbindung zur Bahnhofstraße wird Speyer bis mindestens in den Dezember hinein beschäftigen. Er könnte zum Vorbild für weitere Straßenbauprojekte in der Domstadt werden.

Umgebaut wird nicht nur die Kreuzung von Hirschgraben, Wormser Straße, Wormser Landstraße und Petschengasse. Es geht auch rund 50 Meter die Petschengasse hinunter, wo das Fernwärmenetz verlängert wird. Danach wird im dritten Bauabschnitt der gesamte Hirschgraben ausgebaut, erklärt Florian Benner von der städtischen Tiefbauabteilung. Hiermit werde allerdings erst im Herbst begonnen. Planung derzeit: Fertigstellung des Gesamtprojekts bis Jahresende. „Hoffentlich bekommen wir zügig das Material und können durcharbeiten“, betont Benner. In der Franz-Kirrmeier-Straße hätten Fahrbahnarbeiten zuletzt ein paar Tage ruhen müssen, da in der allgemeinen Baumaterial-Knappheit Bordsteine nicht rechtzeitig geliefert werden konnten.

Die Speyerer Baufirma Schön und Sohn hat am Dienstag mit schwerem Gerät begonnen, den alten Asphalt in der Petschengasse sowie in der dieser zugewandten Kreuzungshälfte abzufräsen. Experten der Siemens-Tochter Yunex haben die Ampeln an der Kreuzung abgebaut. Dieser Arbeitsschritt war insofern symbolträchtig, als der künftige Verzicht auf Lichtsignalanlagen ein besseres Vorankommen an dem Verkehrsknoten insbesondere für Radler ermöglichen soll. In einer ersten Planung vor sieben Jahren waren erneut Ampeln vorgesehen worden, danach hatte sich die Stadtverwaltung eines Besseren besonnen.

Kreisel in zwei Bauabschnitten

In Verbindung mit dem „Minikreisel“, der auf der Kreuzung entstehen soll und laut Benner in der Innenstadt ein Novum ist, könnte das neue Modell zum Vorbild für andere Stellen in Speyer werden. „Wir haben mehrere große Kreuzungen, bei denen wir uns über eine bessere Gestaltung Gedanken machen“, berichtet der Ingenieur. Als Beispiel nennt er den Knoten zwischen der Gewo-Zentrale in der Landauer Straße und der Schwerdstraße. Der Hirschgraben-Kreisel entsteht in zwei Bauabschnitten – erst östlich, dann westlich. Er ist für Busse und Lkws überfahrbar und wurde im Vorfeld als „Speyerer Ei“ verspottet.

Die Sperrungen für die Baumaßnahme seien bisher kein Problem, erklärt Benner. In der Wormser-Straßen-Achse regeln Ampeln die halbseitige Durchfahrt. Der Hirschgraben ist bergan Einbahnstraße. Ab November werde er für den Komplettumbau ganz gesperrt, so Benner. Dann entsteht eine leicht in Richtung Adenauerpark verschobene Fahrbahn mit Fahrradstreifen. Der Gehweg im oberen Bereich wird vor die Park-Mauer verlegt. Die Anzahl der Parkplätze reduziert sich, die Bushaltestellen werden barrierefreundlich umgebaut.

Asphaltfräse: Arbeit in der Petschengasse.
Asphaltfräse: Arbeit in der Petschengasse.
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