Speyer Von Kindern für Kinder

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Die Hort-Kinder der Clemens-Beck-Grundschule und die Kinder der Kita Naseweis haben am Freitag Geschenke im Wert von 400 Euro an Flüchtlingskinder übergeben. Um das Geld zu verdienen, hatten sie vorher in Dudenhofen selbstgemachte Marmelade, Esskastanien, und Kressetöpfchen verkauft.

Die Idee hatte die neun Jahre alte Louisa. „Mir haben die Flüchtlinge leidgetan, die haben schlimme Sachen erlebt und manchmal werden sie dann in Deutschland noch beleidigt“, sagte sie bei der Übergabe der Geschenke in der Mensa der Grundschule. „Deswegen wollte ich ihnen gerne eine Freude bereiten.“ Also fing sie zusammen mit den anderen Kindern an, Marmelade zu machen, Esskastanien zu sammeln und Kressetöpfchen zu bepflanzen. „Die haben wir dann an den Haustüren in Dudenhofen verkauft“, sagte Louisa. 100 Euro der Einnahmen spendeten sie an das Kinderhospiz Sterntaler, von den restlichen 400 Euro kauften sie Geschenke für Kinder von Flüchtlingen, die in Dudenhofen untergebracht wurden. Eine Familie wohnt in Dudenhofen bei Andreas Renz. Als seine Schwiegermutter wegen Alzheimer in ein Seniorenheim musste, vermietete er die Wohnung im Erdgeschoss seines Hauses kurzerhand an Flüchtlinge. Seit Oktober wohnt dort die siebenköpfige Familie Al Hasan aus Syrien. „Das läuft perfekt“, sagt Renz. „Sie sind sehr freundlich, unsere Kinder spielen zusammen im Hof und wir werden fast jeden Tag bekocht.“ Renz war es dann auch, der die Wünsche der Flüchtlingskinder an den Kindergarten weiterleitete. Wie er sich mit den Syrern verständigt? „Vor allem über eine Übersetzungs-App“, sagt Renz. Am Freitag saß Familie Al Hasan dann also in der Grundschule und bekam wie vier andere Familien liebevoll eingepackte Geschenke überreicht. Ein riesiges Paket hatte der vier Jahre alte Usama al Hasan vor sich liegen, was er sich gewünscht hatte? „Einen Traktor“, antwortete der Junge auf Deutsch. Tatsächlich hatte er das Spielzeugauto wenig später in der Hand. Seine großen Brüder bekamen einen Roller, ein Skateboard und ein Handy. „So können sie mit ihren Verwandten in Kontakt bleiben“, sagte Renz. (seed)

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