Speyer Vom Veteran bis zum Risikospieler

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Jazzklänge aus Amerika, der Schweiz und Mannheim stehen am 9. Mai in der Speyerer Stadthalle auf dem Programm. Zum vierten Mal organisiert der Verein „Kulturing“ das „Speyerer Jazzfest“. Eingeladen sind das Gary Peacock Trio aus Amerika, das rockige Pommelhorse-Jazzensemble aus der Schweiz und der Mannheimer Jazzpianist Daniel Prandl.

Als Hauptattraktion des Abends hat der künstlerische Leiter Christian Straube den 80-jährigen Amerikaner Gary Peacock verpflichtet. Der Bassist tritt in seinem eigenen Trio mit Marc Copland am Klavier und Joey Baron am Schlagzeug auf. Als Pianist spielte Peacock früher unter anderem beim Albert Ayler Quartet, Bud Shank Quartet, Keith Jarrett Trio und Lowell Davidson Trio. Der Musiker aus Burley im US-Bundesstaat Idaho studierte Klavier am Westlake College of Music in Los Angeles. Die Mitglieder des Peacock Trios sehen ihre Musik nach eigenen Angaben als „detailreiches Kunstwerk, das von der Begeisterung und Freude an der Jazzmusik getragen wird“. Als „Turnen mit einer spürbaren Leidenschaft“ für ihre Kompositionen bezeichnen die vier Musiker des Pommelhorse-Jazzensembles ihren Stil. Laut Lukas Roos (Klarinette), Oliver Zurkirchen (Piano), Gregor Lisser (Schlagzeug) und Joel Graf (Saxofon) verweist der Gruppenname auf das „schreckliche Turngerät, über das uns früher sadistische Sportlehrer gejagt haben“. Die Schweizer stehen für die rockige Version der Jazzkompositionen. Harte und kraftvolle Gitarrenakkorde ergänzen sich mit sanften, treibenden Jazzklängen. Mit „Piano Solo“ ist der Mannheimer Daniel Prandl in der Stadthalle dabei. Er sieht sich als „Risikospieler“, der gerne improvisiert. Dabei interpretiert Prandl Werke von Schriftstellern wie Gottfried Benn, Else Lasker-Schüler und Franz Kafka. Der 35-Jährige ist im oberbayerischen Burghausen geboren. Er studierte in Regensburg und Mannheim Jazzklavier.

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