Speyer Vollsperrung und fünf Verletzte: Autofahrer verursacht zwei Unfälle auf B9
Wie die Polizei noch in der Nacht vom Mittwoch auf Donnerstag berichtete, hatte offenbar ein 66-jähriger Autofahrer die Karambolage mit drei beteiligten Fahrzeugen auf der B9 zwischen dem Autobahnkreuz Speyer und der Anschlussstelle Speyer-Nord in Fahrtrichtung Süden ausgelöst. Genau genommen, waren es zwei unmittelbar zusammenhängende Verkehrsunfälle, die der Mann verursacht haben soll.
Demnach fuhr der 66-Jährige mit seinem Hyundai einem auf dem rechten Fahrstreifen vor ihm fahrenden VW Tiguan von hinten auf, sodass sich das gerammte Fahrzeug mehrfach um die eigene Achse drehte. Danach setzte er zunächst seine Fahrt in Richtung Germersheim fort, bevor er rund 400 Meter weiter einem Sattelschlepper von hinten auffuhr. Infolge des Stoßes drehte sich der Sattelzug und kam schließlich quer zur Fahrbahn in der Mittelleitplanke zum Stehen.
B9 zum Teil über vier Stunden gesperrt
Wie der Speyerer Brand- und Katastrophenschutzinspekteur Peter Eymann mitteilte, riss sich der Lastwagen dabei den Tank auf, sodass Treibstoff ausfloss. Das Fahrzeug habe sich verkantet und beide Fahrspuren in Richtung Süden blockiert, schildert Eymann das Bild, das die Helfer vorfanden. Die Speyerer Feuerwehr war mit fünf Fahrzeugen und 21 Einsatzkräften ausgerückt. Die Mittelleitplanke sei durch den Aufprall so stark verformt worden, dass sie auf die Überholspur der Fahrbahn in Richtung Ludwigshafen ragte, sodass auch in gen Norden nur noch eine Spur passierbar war. Die Feuerwehr sperrte die Unfallstelle ab und fing den ausgelaufenen Kraftstoff auf. Ein Bergungsunternehmen zog den Sattelzug aus der Mittelleitplanke und schleppte ihn ab.
Die B9 musste nach Auskunft der Polizei für die Dauer der Unfallaufnahme in Fahrtrichtung Germersheim für rund vier Stunden vollgesperrt werden. In Fahrtrichtung Ludwigshafen war zeitweise der linke Fahrstreifen gesperrt. Es bildeten sich Staus, die sich allmählich auflösten, als die Polizei die Fahrzeuge an der Unfallstelle vorbeizuleiten begann.
Zur konkreten Unfallursache konnten die Beamten auch am Donnerstag noch keine Angaben machen. Bei den beiden Unfällen wurden insgesamt fünf Menschen leichtverletzt: neben dem 66-Jährigen auch jeweils die Fahrer und Beifahrer im Sattelschlepper und im zuerst gerammten Volkswagen. Es entstand erheblicher Sachschaden an den Fahrzeugen und an der Mittelleitplanke. Die Aufräumarbeiten und der Austausch der Fahrbahnbegrenzung dauerte bis tief in die Nacht. Für die Feuerwehr war der Einsatz nach rund drei Stunden beendet.