Speyer Vogelzählung: Viele Speyerer haben eine Meise

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Der Spitzenreiter des vergangenen Jahres hat seinen angestammten Platz verteidigt: Bei der diesjährigen „Stunde der Wintervögel“ wurde in Speyer am häufigsten der Haussperling gezählt. Doch die folgenden Plätze bieten Überraschungen.

Er pfeift es von den Dächern: Mit 400 Nennungen liegt der Spatz wie in den Vorjahren unangefochten an erster Stelle der Wintervögel, die vom 10. bis 12. Januar in den Gärten der Domstadt gezählt worden sind. Wie der federführende Naturschutzbund Deutschlands (Nabu) mitteilt, hatten sich in Speyer 50 Vogelfreunde an der bundesweiten Aktion beteiligt und insgesamt 1334 Vögel im Zählbogen erfasst.

Ziel der Erhebung ist es laut Nabu, einen Überblick über Vorkommen und Populationsgrößen von Vogelarten in menschlichen Siedlungen zu bekommen. In Rheinland-Pfalz haben demnach mehr als 5700 Menschen mitgemacht und in Gärten, Parks oder auf dem eigenen Balkon Vögel gezählt.

Auffällig: Straßentaube und Halsbandsittich

Die Speyerer Ergebnisse spiegeln zum Teil den landesweiten Trend wider. So ist nach dem Spatz mit 150 Nennungen am zweithäufigsten aufgetreten die Kohlmeise, gefolgt von der Blaumeise (105) sowie der Amsel (91). Eine Speyerer Besonderheit im landesweiten Vergleich hingegen ist die Straßentaube, die den Beobachtern 76-mal aufgefallen ist.

Während die Elster (67) auch andernorts einen vorderen Platz belegt, hat sich in Speyer der Halsbandsittich (63) mittlerweile auf einem einstelligen Rang etabliert. Nicht einmal im stark von der Corona-Pandemie geprägten Jahr 2021, in dem sich sogar 129 Vogelfreunde an der Zählung beteiligt und 2617 Vögel gezählt hatten, waren mehr Sittiche entdeckt worden. Dies lässt darauf schließen, dass sich der Bestand der Vogelart vergrößert hat. Offenbar passen sie nicht ins Beuteschema der Turmfalken, derer drei Exemplare gesichtet wurden.

Wie in einer von Wasserflächen und Feuchtgebieten umgebenen Stadt zu erwarten, wurden auch Wasservögel wie Stockenten (13), Graureiher (3), Kormorane (3) oder Höckerschwäne (2) beobachtet. Ganz am Ende der Skala finden sich mit je nur einer Nennung beispielsweise der scheue Gimpel, der schillernde Eisvogel und der Sperber. Obwohl sie üblicherweise unzertrennlich und sich lange Jahre treu sind, wurde nur eine einzelne Kanadagans gesichtet.

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