Speyer Vielleicht Leben retten

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Dudenhofen. An Blutkrebs (Leukämie) erkrankte Menschen können unter Umständen nur durch eine Stammzellenspende überleben. Um dafür geeignete Spender zu finden, bieten verschiedene Organisationen immer wieder Typisierungsaktionen an. Eine solche findet am Donnerstag, 23. Februar, von 15 bis 19.30 Uhr vor dem Rathaus statt.

Organisiert wird die Blutspende- und Typisierungsaktion in Dudenhofen vom Blutspendedienst West des Deutschen Roten Kreuzes (DRK) und der Stefan-Morsch-Stiftung. Sie möchten auf die Bedeutung von Blut- und Stammzellenspenden aufmerksam machen und vor allem junge Menschen motivieren, sich typisieren und in einer Spenderdatei registrieren zu lassen. Für die Typisierung reichen eine Blutprobe oder ein Abstrich der Mundschleimhaut mittels Wattestäbchen. Das kann bei einer Aktion wie der in Dudenhofen erfolgen, oder Spendewillige können entsprechende Sets bei Organisationen wie der DKMS anfordern. Die Blutprobe oder der Abstrich werden anschließend im Labor auf die entscheidenden Gewebemerkmale untersucht. Je mehr davon mit den Merkmalen des Patienten übereinstimmen, desto kompatibler sind Patient und Spender für eine Übertragung (Transplantation) von Blut beziehungsweise Stammzellen. Für eine erfolgreiche Transplantation sollten idealerweise zehn Merkmale übereinstimmen. Die größte Übereinstimmung findet sich meist bei Blutsverwandten, trotzdem findet sich unter ihnen nicht immer ein geeigneter Spender. In solchen Fällen kommen die Spenderdateien zum Tragen, in denen jeder erfasst wird, der sich hat typisieren lassen. Am wichtigsten ist, dass etwaige Spender gesund sind. Die Angaben zum geeigneten Alter sind unterschiedlich. Die Stefan-Morsch-Stiftung nennt 18 bis 40 Jahre, die DKMS 17 bis 55 Jahre. Die Morsch-Stiftung betreibt nach eigenen Angaben die älteste Stammzellenspender-Datei Deutschlands, die DKMS gibt an, die größte Datei zu unterhalten. In Deutschland existieren mehr als zwei Dutzend Spenderdateien für Leukämie- und Tumorpatienten. Sie speisen ihre Informationen alle in das Zentrale Knochenmarkspender-Register Deutschland ein. Bei welchem Anbieter sich Interessierte registrieren lassen, ist also im Grunde egal. Für eine Spende gibt es laut der Experten zwei Möglichkeiten: aus der Blutbahn oder aus dem Knochenmark. Die erste sei die häufigste. Hierfür werde dem Spender einige Tage vor der Entnahme ein Hormon verabreicht, das die Anzahl der Stammzellen im Blut steigert, die Entnahme selbst dauere einige Stunden. Bei der zweiten werde dem Spender unter Vollnarkose eine Knochenmarkspende aus dem Beckenknochen entnommen. Termin Donnerstag, 23. Februar, 15 bis 19.30 Uhr, Dudenhofen, Entnahmemobil vor dem Rathaus, Konrad-Adenauer-Platz 6 . |mamü

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