Speyer Viele neue Freunde für „Carlo“ und „Lutz“

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Das Hähnchen auf dem Teller, den Fahrtwind auf der Schaukel: Das elfte Hähnchenfest des Geflügelzuchtvereins Dudenhofen hat ganz im Zeichen der Familie gestanden. Gemütliches Beisammensein der erwachsenen Besucher war in der Zuchtanlage angesagt. Davor gab es Ponyreiten, Wurfbude und Piratenschiffschaukel für die Kinder.

Ein Dutzend kleine Hähnchenfest-Besucher seien schon auf den Rücken von „Lutz“ und „Carlo“ den Feldweg entlang geritten, berichtet Ponyführer Markus Walter auf RHEINPFALZ-Nachfrage von viel jugendlicher Begeisterung für kleine Pferde. Im zweiten Jahr bringe er die Tiere vom Schwegenheimer „Ponyhof Esther“ zum Fest in Dudenhofen, sagt er. „Bis auf ein paar besonders rücksichtslose Autofahrer ist alles perfekt“, weist er auf den „Schattenbaum“ gegenüber dem Vereinsgelände hin, unter dem „Lutz“ und „Carlo“ gerade eine Pause bei Heu und frischem Wasser einlegen. Auch Gerhard Kurzenhäuser, Kassierer der 85 Vereinsmitglieder, beklagt die Raser, die regelmäßig auf der für Autofahrer verbotenen Strecke unterwegs seien. Schaustellerin Heike Kuhn kann das nicht erschüttern. Beim Blick aus ihrer Wurfbude auf Natur und Feld gerät sie ins Schwärmen. „So etwas Schönes sehe ich auf Festplätzen nicht“, sagt sie. Zum ersten Mal sei sie mit dem Piratenschiff-Fahrgeschäft ihres Vaters und der eigenen Wurf- und Los-Bude beim Hähnchenfest dabei, berichtet die Haßlocherin von guten Kontakten mit Geflügelzüchtern in Dudenhofen seit ihrer Kindheit. „Es gibt keine Nieten“, versichert Kuhn Leah, die dem Gewinn eines Mädchen-Sets ganz in rosa entgegenfiebert. Glück im Spiel hat die Fünfjährige trotz wiederholtem Einsatz aus mütterlichen und großelterlichen Geldbeuteln nicht. Zahlreiche Kleinpreise trösten das Kind – und vor allem die Aussicht auf den zweiten Versuch am nächsten Tag. An Bierbänken genießen Besucher halbe Hähnchen, von denen nach Auskunft Kurzenhäusers keines aus eigenen Beständen stammt. Knapp über 100 Hühner, Hähne und Tauben lebten derzeit verteilt in den 300-Quadratmeter-Parzellen, betont er. Ungerührt von Oldie-Klängen von „Hardy“ aus Ludwigshafen, Blasmusik der Kapelle Dudenhofen, dem Höhenfeuerwerk am späten Samstagabend oder dem Vortrag von Bauchrednerin Ulrike Weiß am Sonntag begleitet das Geflügel das Hähnchenfest mit fröhlichem Gegacker. (kya)

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