Speyer Viel zu viel Wasser in der Badewanne

DUDENHOFEN. Bernd Siegel aus Lingenfeld, Bahn-Fachwart des Radsportverbandes Rheinland-Pfalz, machte die Handbewegung, die „Schluss“ andeutet. Nach zwei Wettfahrten bereitete Regen einer Veranstaltung in der Dudenhofener Badewanne wieder einmal ein vorzeitiges Ende.
Das 2016-er Programm des dritten von fünf Renntagen um den Bahn-Cup des Radsport-Nachwuchses war ohnehin stark verkürzt worden. Dauerregen in der Westpfalz ließ die dortigen Fahrer der Altersklassen unter 13, 15 und 17 Jahre erst gar nicht anreisen. Daher machten sich in Dudenhofen neun der vorgesehenen 28 Teilnehmer startklar. Siegel entschied daher: „Da tragen wir halt nur ein Zeitfahren über 2000 Meter aus.“ Das bedeutete: achtmal rund um die 250-Meter-Betonbahn. Einer der zwei, die in die Pedalen trat, bevor der Regen kam, war ein Kleiner mit einem großen Radsport-Namen: Timon Enzenauer, Neffe der Straßen-Weltmeisterin 1981, Ute Enzenauer. „Er hat Talent“, sagt sein Vater Thomas Enzenauer: „Nur muss er noch einiges wachsen und kräftiger werden.“ Der Sohn des ehemaligen Rennfahrers aus Ludwigshafen startet für den RV Dudenhofen. Den Grund erklärt Papa Enzenauer so: „Hier hat er wenigstens ein paar Kollegen. Das ist beim RSC Friesenheim nicht der Fall. Da gibt es zurzeit keine Jugendarbeit.“ Die zwei Ergebnisse von Dudenhofen: 3:38,67 Minuten für Enzenauer, 3:25,34 für Torben Osterheld vom RV Offenbach, fließen in das Wettkampf-Gesamtprogramm ein, kündigte Gerhard Wagner, Geschäftsführer des Radsportverbandes, an. Der Bahn-Cup 2016 geht am Mittwoch, 13. Juli, in Friesenheim weiter und endet dort am Samstag, 17. September. (wk)