Speyer
VG Römerberg-Dudenhofen: Neues Fahrzeug für Deutsches Rotes Kreuz
„Henry“ heißt der Neuzugang des DRK-Ortsvereins der Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen. Auf den Vornamen des Gründers der Internationalen Rotkreuz-Bewegung Henry Dunant haben Vorstand und Mitglieder das aus Spendenmitteln erworbene Fahrzeug am Sonntag vor dem Mechtersheimer Haus am Lindenplatz getauft.
Danach stießen die Rot-Kreuzler mit Vertretern der 18 Sponsoren, Verbandsbürgermeister Manfred Scharfenberger (CDU), Römerbergs Ortsbürgermeister Matthias Hoffmann (Grüne), Beigeordneten und Politikern auf den Achtsitzer zur Personen- und Materialbeförderung an. Seit 9. Dezember ist das Fahrzeug mit dem Kennzeichen „RP-RK 24“ nach Angaben von Schatzmeister Reiner Gerbes im Einsatz. Es hat knapp 50.000 Euro gekostet, eingerechnet 40 Prozent „Behördenrabatt“. Eine Anfrage beim Zoll nach Steuerbefreiung sei gestellt.
Ohne die 18 Sponsoren wäre es dem Roten Kreuz Römerberg-Dudenhofen sehr schwer gefallen, das Auto aus Eigenkapital zu finanzieren, betonte Ortsvereinsvorsitzender Clemens Bengert, der eine Hausarztpraxis in Berghausen hat. Besonders hob er die „ganz und gar herausragende Spende“ des örtlichen Elisabethenvereins hervor.
Viele Einsatzorte für Henry
Das bisherige DRK-Gefährt, nach Auskunft von Gründungsmitglied Uschi Brunner Baujahr 2001, sei „beim Tüv gerade noch mit einem blauen Auge davon gekommen“, sagte Bengert. Überholte Technik und steigende Reparaturanfälligkeit hätten den Unterhalt deutlich verteuert. Die Mitgliederversammlung habe sich im April 2019 einstimmig für die Neuanschaffung ausgesprochen, berichtete der Vorsitzende. „Wir müssen ja raus zu den Menschen, an den Baggersee, zur Waldweihnacht, Blutspende oder zu Open-Air-Festen“, zählte er Beispiele für Henrys Einsatzmöglichkeiten auf.
Umfangreich geprüft
Gerbes dankte dem „Team Fahrzeugsuche“ für die gründliche Abwägung bis zur Entscheidung für den nagelneuen „Personen- und Materialbus Peugeot Expert L3“. Das „Sonderfahrzeug für den Zivilschutz MTF (Mannschafts-Transport-Fahrzeug)“ komme aus dem Saarland und sei auf einem Panzer-Erprobungsgelände des Nachbar-Bundeslandes „auf Herz und Nieren“ getestet worden, berichtete Gerbes von Übungsfahrten unter extremen Bedingungen mit „großen, schweren“ Personen wie ihm am Steuer oder der „kleinen, leichtgewichtigen“ wie Gründungs- und Vorstandsmitglied Uschi Brunner.
Henry soll auch Zugfahrzeug für das Landesrettungsboot sein, Personen und Material wie das regelmäßig benötigte „Blutspende-Geschirr“ befördern und für den Katastrophenschutz eingesetzt werden. „Jetzt fehlt nur noch ein tragbarer Feuerlöscher“, wies Gerbes auf das einzige Inventar-Detail hin, dessen Anschaffung noch aussteht.