Meinung Unnötiges Aus für Kino-Festival
Open-Air-Kino ist etwas Tolles, gerade in einem Ambiente wie dem Speyerer Domgarten. Es waren stimmungsvolle Abende 2023 und 2024 – vor allem, wenn das Wetter gehalten hatte. Insofern ist es bitter, dass das Kino-Festival künftig einen Bogen um die Domstadt machen will.
Die Kritik der Veranstalter an der Stadt ist zu dick aufgetragen. Natürlich wird in Speyer Kultur stark gefördert, nicht nur mit der städtischen Galerie und eigenen Reihen der Stadt. Dass das Filmfestival nach ihrer Auffassung nicht in ausreichendem Maß unterstützt wird, kommentieren die Ausrichter in einer beleidigt klingenden Art und Weise.
Die Stadt hingegen lässt vielleicht etwas leichtfertig eine Veranstaltung abziehen, nach der sich andere Kommunen die Finger lecken würden. Das passt in ihre „Domgarten-Politik“: Sie ist derart beliebt als Veranstaltungsort, dass sie etwa auch dem jährlichen Mittelalter-Spektakel-Ausrichter keinen allzu langen roten Teppich ausrollen muss, sondern im Gegenteil zusätzliche Auflagen verordnen kann.
Das Urteil drängt sich auf, dass eine Einigung durchaus möglich wäre, wenn beide Seiten mehr aufeinander zugehen könnten. 7000 Euro Differenz zur Gebühr von 2024 oder auch gut 13.000 Euro zur Gebührenfreiheit sind etwa für Sponsoren keine unrealistisch hohen Summen.
