Speyer Umgekehrte Vorzeichen

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«Speyer.» Zum Lokalderby treffen heute Mittag die Herren 40 des TC Weiss-Rot Speyer und des TC Dudenhofen (Pfalzliga) aufeinander. Spielbeginn auf der Anlage im Schützengarten ist um 13.30 Uhr.

Die Gastgeber belegen mit drei Siegen, einer Niederlage und 6:2 Punkten den dritten Tabellenrang. Bei Dudenhofen sieht die Bilanz umgekehrt aus. Mit einem Sieg, drei Niederlagen und 2:6 Zählern kämpft die Mannschaft um die Spielführer Stephan Laubenstein und Thomas Varlemann gegen den Abstieg. Bei dieser Situation scheinen die Rollen klar verteilt. Speyer kommt die Favoritenstellung zu. Alles andere als ein Sieg der Weiss-Roten wäre eine Überraschung. Doch derartige Lokalderbys haben ihren eigenen, manchmal auch unerwarteten Charakter. Nicht immer geben die Leistungsklassen (LK) zwingend den Ausschlag, sondern Nervenstärke, Einsatzbereitschaft und nicht zuletzt auch die Tagesform. Die Zuschauer dürfen sich auf interessantes und gutklassiges Tennis freuen. Speyer verlor bislang nur gegen den hohen Titelfavoriten TC Kirrweiler. „Und dabei soll es auch bleiben“, sagt Kapitän Olaf Ginter, der auf einen Ausrutscher Kirrweilers hofft, um vielleicht doch noch den Aufstieg in die Verbandsliga zu schaffen. Auch gegen Dudenhofen peile seine Auswahl einen Sieg an. „Wir wollen uns jedenfalls nicht dem Vorwurf aussetzen, nicht alles getan zu haben“, teilt er mit. „Nach dem überraschenden Aufstieg in der letzten Saison war uns bewusst, dass die in diesem Jahr so hervorragend besetzte Pfalzliga fast eine Nummer zu groß für unser Team ist und wir zusammen mit Haßloch wohl ein erster Abstiegskandidat sind“, sagte Dudenhofens Vereinschef Varlemann, der selbst den Schlägern bei den 40ern schwingt. Von Beginn an habe sich seine Mannschaft vorgenommen, sportlich fair aufzutreten und sich so gut wie möglich zu verkaufen. Ziel sei ein Sieg gegen den etwa gleichstarken TSV Haßloch gewesen und der sei in einer dramatischen Auseinandersetzung nach 4:8-Rückstand mit dem Gewinn von drei Doppel schließlich auch geglückt. „Damit und dass wir den starken TC Wörth ein klein wenig ärgern konnten, haben wir unser Maximalziel bereits erreicht“, sagt Varlemann, der keinen Beinbruch darin sieht, sollte die Mannschaft absteigen: „Unsere Chance auf den Klassenerhalt ging von Anfang an Richtung null.“ Daran habe, wie erwartet, auch das Aufrücken von so starken Spielern wie Christoph Böhmer und Markus Schöne von den 30ern nichts geändert. Varlemann: „Beide haben übrigens bereits erfolgreiche Matches absolviert, was bei derart starken Konkurrenten nicht selbstverständlich ist. Leider hat sich Christoph in der letzten Partie verletzt und kann wahrscheinlich in dieser Spielrunde nicht mehr auflaufen.“ Die Stimmung in seinem Team sei bestens, die Trainingsbeteiligung hoch und das Bierchen oder das Gläschen Rotwein im Anschluss daran kämen nicht zu kurz. Für das Lokalderby in Speyer gebe es klare Vorstellungen: Sportlich fair auftreten, Spaß haben und vielleicht das ein oder andere Einzel oder Doppel stibitzen, um nicht mit der Höchststrafe nach Hause zu fahren. Die Mannschaft freue sich auf die Begegnung und hoffe auf neue Tennisfreunde beim Nachbarclub, meint der TCD-Kapitän.

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