Speyer
Umgefallener Rettungswagen: Warum es jetzt teuer wird
Ein Autofahrer war Ende voriger Woche in der St-German-Straße seitlich gegen den RTW gekracht, worauf dieser umkippte. Der Autofahrer war danach laut Polizei nicht ansprechbar. Über seinen Gesundheitszustand ist nichts bekannt. Im Rettungsfahrzeug befanden sich zum Unfallzeitpunkt zwei Sanitäter, die leicht verletzt wurden. Es geht ihnen „den Umständen entsprechend gut“, wie ein Sprecher des DRK Rettungsdienstes Vorderpfalz auf Anfrage mitteilt.
Am Rettungswagen entstand Totalschaden. „Aufgrund der regelmäßigen Ersatzbeschaffungen haben wir Kontakt zu Lieferanten der Fahrgestelle und der Ausbaufirmen“, so das DRK. Der verunfallte RTW habe sich bereits in der „Ersatzbeschaffungsphase“ befunden, weswegen ein neues Fahrzeug womöglich in der Mitte oder zum Ende des ersten Quartals 2025 im Dienst sein könnte, lautet die Hoffnung des DRK. Allgemein sei allerdings anzumerken, dass sich eine Neu- oder Ersatzbeschaffung „durch diverse Problematiken bei den Herstellern und Ausbaufirmen derzeit bis zu 24 Monate hinziehen kann“. Gerade Ausbaufirmen benötigten viel Zeit.
Interner Ersatz schwieriger
In der Speyerer Rettungswache befänden sich sieben Fahrzeuge: ein Notarzteinsatzfahrzeug, zwei Rettungswagen und vier Krankentransportwagen. Aktuell werde der Ausfall durch interne Reservefahrzeuge gedeckt. „Da leider auch diese sehr lange Standzeiten bei den Werkstätten haben, wird die Möglichkeit der internen Kompensation immer schwieriger.“ Deshalb greife man mitunter auf Rettungsmittel anderer Gliederungen des DRK zurück. Ein neuer Rettungswagen nach dem rheinland-pfälzischen Landeskonzept koste derzeit rund 180.000 Euro – ohne die medizinische Ausstattung, für die noch einmal knapp 90.000 Euro fällig würden.
Die medizinischen Geräte im verunfallten RTW – etwa eine elektrohydraulische Trage oder ein Defibrillator – seien Anfang der Woche an die Herstellerfirmen zur Überprüfung geschickt worden. „Eine Rückmeldung hierzu steht noch aus“, teilt der Sprecher mit.