Speyer Ukrainische Schüler in Speyerer Klassenräumen

Schulgebäude in der Vincentiusstraße: Schwerd-Gymnasium.
Schulgebäude in der Vincentiusstraße: Schwerd-Gymnasium.

Nur eines von vielen Beispielen für die Ukraine-Hilfe aus unterschiedlichen gesellschaftlichen Bereichen in Speyer liefert momentan das Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium. Hier läuft eine Spendensammlung für das Kriegsgebiet an, und es gibt direkte Verbindungen. So sitzen schon drei mit ihrer Mutter geflüchtete Schüler in den Klassenräumen, wie die Lehrerinnen Kathrin Keiner und Christine Götz berichten: zwei Mädchen in der fünften und zwölften Klasse, ihr Bruder in der achten.

„Das ist relativ unbürokratisch gelaufen“, berichtet Orientierungsstufenleiterin Götz. Eine Verwandte der Geflüchteten sei bereits „Schwerd“-Schülerin und habe nun angefragt, ob die bei ihrer Familie Schutz Suchenden – seit gerade mal einer Woche in der Domstadt – ebenfalls in der Vincentiusstraße die Schulbank drücken dürften. An Noten sei noch nicht zu denken, und es sei auch noch nicht klar, wie lange die jungen Leute bleiben, so Götz: „Aber wo wir helfen können, helfen wir.“

Gerade die Integration der Fünftklässlerin laufe auffallend gut, berichtet die Lehrerin. Sie habe mehrere ukrainisch- und russischsprachige Klassenkameradinnen, spreche aber auch selbst sehr gut Englisch.

Kontakt zur Deutschen Schule

Parallel sei ein Kontakt zur Deutschen Schule in Kiew aufgebaut worden, die nun Spenden des „Schwerd“ und eine Unterstützung ganz anderer Art bekomme: „Ein Wunsch dort war, Ablenkung in Kriegszeiten zu erhalten“, berichtet Götz. Aus diesem Grund habe eine Ethikgruppe Kurzgeschichten verfasst und aufgenommen. Die Sounddateien gingen nun in die Ukraine. Bei konkreten Hilfsaktionen, für die die Speyerer Fünft- bis Dreizehntklässler sehr offen seien, werde nun jeweils entschieden, ob konkret an die Deutsche Schule gespendet oder ob der Hilfstransport ausgestattet werde.

Für den Transport werden am Freitag, 25. März, in den Pausen Sachspenden entgegengenommen. Vor allem medizinische Produkte, Hygieneartikel, technisches Zubehör und haltbare Lebensmittel seien gefragt, teilt das Gymnasium mit.

Über eine Hilfsaktion berichten auch die Freien Wähler und die Firma Tiropatrans aus Speyer, die 18 Tonnen Hilfsgüter des Stephanuswerks in die Ukraine geliefert haben. Die Firma Medconcept (Neustadt) konnte auch dank einer Spende des St.-Vincentius-Krankenhauses Speyer hilfreich sein. Eiskalte Seelentröster haben Senioren- und Frauenunion Speyer Ukrainern gespendet: Sie haben einen Besuch des Eismanns vor deren Quartier in der Jugendherberge organisiert.

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