Sport Allgemein RHEINPFALZ Plus Artikel TTV Römerberg verleiht Sportabzeichen

Freude bei Offiziellen und Aktiven: Sportabeichenaktion beim TTV Römerberg.
Freude bei Offiziellen und Aktiven: Sportabeichenaktion beim TTV Römerberg.

Von 7 bis 78 Jahre – die Menschen, die ihr Sportabzeichen gemacht haben, vertreten alle Generationen.

Teilweise machen ganze Familien das Abzeichen. Bis heute ging die Goldmedaille des kleinen Mannes an 1332 Sportler. 32 waren es 2025 im 42. Jahr der Verleihung, erzählt Michaela Leingang, Sportabzeichenbeauftragte vom TTV Römerberg. „Diesmal leider nur sechs Jugendliche“, dafür aber 26 Erwachsene und zwei Familienabzeichen.

Die Teilnehmer kommen zunehmend nicht nur aus Römerberg, sondern auch aus der Umgebung bis hin zu Mannheim. Und das trotz teilweise widriger Umstände, denn „es ist traurig, dass Römerberg keine richtige Sportanlage mehr hat“, so Leingang. Denn das Personal in den Hallenbädern sei „nicht so begeistert, dass wir dort das Abzeichen ablegen, obwohl wir Eintritt bezahlen, was wir nicht müssten“.

Dudenhofen perfekt

Die Weitsprunggrube sei „sehr hart“ und „nicht zumutbar“, die Laufbahn „zu kurz“, kommt Kritik der Geehrten. Dafür habe sie jetzt eine „perfekte Anlage in Dudenhofen, im Gegensatz zu Berghausen“, sagt Leingang. Der Wechsel auf die Cloud des Sportbundes sei „eine Katastrophe“: nicht eingehaltene Abgabetermine, falsch verschickte Urkunden. Dafür stehen Leistungen selbst jetzt im Gegensatz zu vorher direkt auf den Urkunden.

39-mal teilgenommen mit Gold und „die 40 vollmachen“ will der langjährige Sportabzeichenwart Heinz Weickenmeier. Er lobt die Gemeinschaft der Menschen hier als „kleine Familie“. Seine Erfolge erzielt er unter anderem im Kugelstoßen und schnellem Radfahren. Nachwuchs im Abnehmen der Sportabzeichen sei erwünscht.

Familie Bektas

Eine der Familien heißt Bektas. Über die Schwiegermutter seien sie zum Sportabzeichen gekommen, erzählt Mehmet. Er war früher Boxtrainer, „die Jungs haben mitgeboxt. Ich freue mich, wie wir miteinander umgehen, wie eine große Familie.“ Tochter Nisa (13) holte zum achten Mal Gold, Reyna Silber, ebenso wie Aliya, die Jüngste.

Seine Frau Mara spielte früher in der zweiten Bundesliga Fußball und schaffte es als Jugendliche mehrmals in die Südwestauswahl, bis Job und Familie dies nicht mehr zuließen. Bektas wünscht sich, dass es mehr solcher Angebote gibt, gerade für Jugendliche. Schwiegermutter Elke Münzer, ebenfalls einst animiert, ermunterte weitere Menschen, sich sportlich zu betätigen.

Emil Pösl, ein weiteres Standbein des Sportabzeichens, holte zum 37. Mal Gold. „Der Spaß mobilisiert, und es mobilisiert einer den anderen.“ Er erinnert sich gern an den Fall eines Mannes, der sonst gut, aber im Weitsprung schwächelte. Gemeinsame immerwährende Ermutigung überwanden die Blockade. „Ich bin so glücklich über diese Gemeinschaft“, und über seine Familie, die durch ihn ebenfalls sportlich unterwegs ist und das Familienabzeichen gemacht hat.“

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