Tischtennis RHEINPFALZ Plus Artikel TTC Speyer engagiert sich für Patienten

Gemeinsame Sache: TTC Speyer und FV Dudenhofen bekommen die Trainingshalle voll.
Gemeinsame Sache: TTC Speyer und FV Dudenhofen bekommen die Trainingshalle voll.

Der TTC Speyer wartet in der Stunde eines sportlichen Tiefschlags mit gleich zwei Neuerungen auf. Was er gegen Spielermangel und für Menschen mit einer speziellen Krankheit unternimmt. Aus einem Aktionstag soll mehr werden.

Beim TTC Speyer tut sich was. Er geht zur neuen Saison eine Spielgemeinschaft mit dem FV Dudenhofen ein und macht bei der Aktion Ping Pong Parkinson mit. Geschäftsführer Mario Israel hat die Einzelheiten: „Wir sind mit Dudenhofen schon länger im Austausch“, sagte er im Gespräch mit unserer Zeitung.

Nach dem Abstieg der Speyerer in die Bezirksklasse konkretisierte sich das Anbandeln: „Wir haben auch schon gemeinsam trainiert, und Spieler von uns sind nach Dudenhofen gewechselt“, erklärte Funktionär Israel. Die personelle Lage sei für beide Vereine sehr schwierig: „Wir haben einen Mangel an Spielern.“

Liebhauser wechselt

Es gelte, mehr motivierte Leute für die Übungseinheiten zu gewinnen und aus einer breiteren Masse zu schöpfen. So fanden beide Seiten nun zusammen, ohne dass es laut Israel den einen großen Initiator gab. Speyer II schlug bislang in der Kreisklasse auf, der FV in der Kreisliga. In diesen drei Kategorien trete nun auch die neue Gemeinschaft an.

Die Akteure seien Mitglieder in beiden Klubs, die Beiträge entsprechend aufgeteilt. Dudenhofen bleibe weiter eigenständig. „Zwei Drittel Speyer, ein Drittel Dudenhofen“, beschreibt Israel die erste Mannschaft: „Ich denke, dass wir im oberen Tabellendrittel mitspielen können. Ein Aufstieg ist wünschenswert“ – und dennoch unrealistisch, weil sich Sascha Liebhauser aus dem vorderen Paarkreuz auf die Wechselliste setzen ließ, ein weiterer Grund für das jetzige Zusammengehen.

Drei Standorte

Als Trainings- und Spielorte stehen nun Hallen der Woogbachschule, in der Siedlung sowie im Spargeldorf zur Verfügung. Die Damen beider Vereine gehen weiter mit den Herren an die Tische. Der Geschäftsführer: „Für eine eigene Mannschaft sind es zu wenige“, zumal ein Damenteam gleich höherklassig startet.

24 aktive Speyerer unter 40 Mitgliedern und etwa 20 Dudenhofener machen nun gemeinsame Sache. Eine Jugendmannschaft gibt es nicht. Am Donnerstag, 6. Juni, 19 bis 21 Uhr (alte Nordhalle), beteiligt sich der TTC an der Aktion Ping Pong Parkinson für Menschen mit dieser Krankheit, aus der im Idealfall eine Trainingsgruppe für die Patienten entsteht.

Trainer Niebes

Mit Klaus Niebes kommt ein lizenzierter Coach mit entsprechender Weiterbildung, unterstützt von ein, zwei Helfern der Domstädter, die auch das Material zur Verfügung stellen. Gerlinde Görgen, Geschäftsführerin des Stadtsportverbands, richtete sich mit dem Projekt an den TTC.

Vergleichsweise Angebote gebe es in der Region nicht, teilte Israel mit und nannte Mannheim, Heidelberg und Leimen auf der anderen Rheinseite. Er berichtet aber von einem regen Bedarf: „Sechs Leute haben sich schon angemeldet.“

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