Speyer
Trauer um Stadträtin und Kulturschaffende Barbara Hintzen
Es gab Zeiten, da ging in der Speyerer Kultur wenig ohne Barbara Hintzen. Musik, Theater, Literatur und die bildenden Künste lagen der engagierten Lehrerin besonders am Herzen. Sie organisierte unzählige Veranstaltungen in diesen Bereichen. Besonders gerne förderte sie Talente. Als Tochter des bekannten Malers Karl Hufnagel war Hintzen in einem höchst kreativen Umfeld aufgewachsen. Zeitweise war sie auch als Berichterstatterin für die RHEINPFALZ tätig – natürlich am liebsten über Kulturereignisse.
2004 und 2009 wurde Hintzen über die Liste der CDU in den Stadtrat gewählt. Als Stadträtin wollte sie auch am Brezelfestumzug 2011 teilnehmen und erlitt an diesem Sonntag einen folgenschweren Schlaganfall. Die bis dahin so agile Speyererin konnte kaum noch am öffentlichen Leben teilnehmen. Im Jahr danach war es ihr ein Anliegen, nochmals persönlich in einer Ratssitzung zu erscheinen, um ihr Mandat niederzulegen. Ihr wurde mit langem Stehbeifall gedankt.
Die Nachricht von Hintzens Tod vorigen Sonntag hat bei ihren Wegbegleitern große Betroffenheit ausgelöst. „Ihr gesellschaftliches Engagement war außergewöhnlich. Sie war präsent, interessiert, zugewandt – ein Mensch, der Verbindungen schuf und Kultur lebendig hielt“, so Michael Wagner gegenüber der RHEINPFALZ. Der CDU-Landtagsabgeordnete hat Hintzen nicht nur als Partei- und Fraktionskollege kennengelernt, sondern stand mit ihr auch des Öfteren auf der Bühne, etwa mit der selbst verfassten Operette „Ein süßes Geheimnis“. Hingebungsvoll mimte Hintzen auch die „Liselotte von der Pfalz“.