Speyer Tourismus für alle: Neues Projekt von Stadt und Kreis

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„Tourismus für alle“ heißt ein neues Projekt, das ab nächstem Jahr bei der Speyerer Stadtverwaltung angesiedelt wird. Es ist als Kooperation mit dem Rhein-Pfalz-Kreis auf drei Jahre angelegt und erhält Zuschüsse von der EU. An der Stadt bleiben im ersten Jahr 37.000 Euro von den Kosten von rund 200.000 Euro hängen.

Details wie die personelle Besetzung, die organisatorische Einbindung und der konkrete Zeitplan seien noch offen, so Matthias Nowack, Stadtmarketing-Abteilungsleiter im Rathaus, bei dem die neue Stelle angesiedelt wird. „Es laufen Gespräche mit dem Rhein-Pfalz-Kreis über die konkrete Ausgestaltung“, sagt er auf Anfrage. Den Zuschlag beim Land habe die Gemeinschaftsbewerbung für zwei Projekte erhalten, die zu dem Motto „Entwicklung barrierefreier touristischer Modellregionen“ passten: Es gehe bei dem Landesprojekt um den Schwerpunkt „Natur erleben“, und deshalb habe man die touristische Erschließung der Sanddünen zwischen Dudenhofen und Speyer sowie einen Gemarkungen übergreifenden Rheinauen-Spazierweg vorgeschlagen. Ein Koordinator solle bei der Stadtverwaltung tätig sein und für Stadt wie Kreis Leistungen erbringen, erklärt Nowack. Es gehe um die Erreichbarkeit und Wegequalität von touristischen Zielen, ebenso um Informationsangebote, die für eingeschränkte Besucher hilfreich sind. Speyer und der Rhein-Pfalz-Kreis sind eine von zehn Modellregionen in Rheinland-Pfalz. Eine weitere ist der angrenzende Landkreis Germersheim, mit dem ebenfalls eine Abstimmung vorgesehen ist. Stichwort hier: der Rheinauen-Weg. „Wir wissen noch nicht, welches Projekt wir zuerst angehen und ob beides klappt“, so Nowack. Spätestens im Januar seien Begehungen der entsprechenden Bereiche geplant. Im Stadtrat wurde das Projekt am Donnerstagabend von verschiedenen Fraktionen angesprochen. Tenor: Die Absicht sei gut. Vor allem von der SWG hinterfragt wurden die Kosten. Sprecherin Sandra Selg forderte Kostendeckung ein, Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) erklärte, es gebe nur Zuschüsse, wenn ein Eigenanteil fließe. Dann müsse sich die Stadt überlegen, ob ein zusätzliches Projekt sinnvoll sei, ergänzte Selg. In Zeiten des Schuldenmachens müsse grundsätzlich umgedacht werden. |pse

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