HARTHAUSEN
Tischtennis: Corona-Angst der Spieler vorm Rundenstart
Der Beginn der Tischtennissaison steht fest. Am Wochenende 19./20. September starten die Pfalzligen in die Saison. Noch sind Fragen offen. Auch Thomas Varlemann vom ASV Harthausen hat Bedenken.
„Ist es sinnvoll die Runde zu starten? Es gibt sehr viele Unwägbarkeiten, wir sollten froh sein, dass wir trainieren dürfen“, hegt Varlemann Bedenken, auch weil es beim ASV selbst noch Einschränkungen gibt. Zwar wird schon seit Anfang Juni wieder trainiert, doch so ganz einfach ist das aktuell nicht.
Der Hallenträger bestimmt
Das mit dem Hallenträger, dem Rhein-Pfalz-Kreis abgestimmte Hygienekonzept sehe vor, dass acht Spieler gleichzeitig an vier Tischen trainieren dürfen. „Bei uns würden auch mehr Leute ins Training kommen, aber wir müssen uns da derzeit einschränken“, erklärt Varlemann, der auch Vorsitzender des Tennisclubs Dudenhofen ist. Neben den üblichen coronabedingten Einschränkungen, wie die Sperrung der Duschen, die Markierung einzelner Spielbälle und das übliche Desinfektionsprozedere, gibt es einen Knackpunkt beim ASV: „Wir dürfen keine Doppel spielen“, stellt Varlemann fest, der darauf verweist, das der Hallenträger entscheidet, was erlaubt werden kann.
Deshalb verweist Varlemann darauf, dass es möglicherweise nur ein Spielsystem mit Einzeln geben kann. „Vielleicht werden dann einfach alle zwölf Einzel durchgespielt“, schlägt er vor, kann sich aber nicht vorstellen, dass eine Saison sinnvoll zu Ende gespielt werden kann. Viele Fragen stellen sich dem Pfalzligaspieler: „Was passiert bei einem Coronafall beim Gegner? Was ist, wenn eine Schulturnhalle schließt?“
Stehen die Doppel auf der Kippe?
Fragen für die es zur Zeit noch keine endgültige Lösung seitens des Deutschen Tischtennisbundes (DTTB) und seinen Landesverbänden gibt. Der DTTB teilte jedoch kürzlich mit, dass in seinen Ligen, also von der 1. Bundesliga bis hin zur Oberliga, keine Doppel gespielt werden. „Für mich ist die Runde noch ganz weit weg. Ich kann einfach nicht einschätzen, wie so eine Runde aussehen soll“, sagt der Bankangestellte Varlemann, der dennoch davon ausgeht, dass eine Runde gestartet wird – obwohl dies für seinen Geschmack noch etwas verfrüht erscheint: „Wir haben viele alte Spieler, die gar nicht spielen wollen. Sie haben Angst und sind auch zum Teil Risikopatienten“, fügt der ASV-Kapitän an. Er schlage auch deshalb vor, den Rundenstart vorerst auf den 1. Januar zu verschieben.
Auch ist Varlemann noch nicht klar, wie die Nachwuchsspieler ihre Runde starten sollen. „Die müssen doch gefahren werden. Sollen dann die Fahrer vor der Halle warten?“, fragt der Harthausener und ist auch unsicher, wie er sich verhalten soll, wenn Zuschauer die Spiele anschauen möchten. „Es gibt sehr kleine Hallen. Da dürfen nach dem Hygienekonzept vielleicht auch nur die Spieler in die Halle“, stellt er fest.
Keine optimale Lösung
Dennoch sei ihm klar, dass die Regelungen des Pfälzischen Tischtennisverbandes (PTTV) ganz klar nachvollziehbar seien. „Das ist alles verständlich. Aber ich glaube nicht, dass es eine Halle gibt, in der alle Regeln durchgesetzt werden können“, befürchtet Varlemann: „Die optimale Lösung gibt es leider auch nicht.“ Daher zieht er für sich folgendes Fazit: „Ein Hinfiebern auf die Runde gibt es bei mir nicht. Es ist alles anders.“