Handball RHEINPFALZ Plus Artikel TG Waldsee lädt zum Ostercamp ein

Buntes Treiben: Feriencamp in der Waldseer Rheinauenhalle.
Buntes Treiben: Feriencamp in der Waldseer Rheinauenhalle.

Die TG Waldsee lässt eine gute Tradition aufleben. Im Vergleich zu den Erwachsenen haben die Kinder einen großen Vorteil. Sorgen bereiten aber zwei Jahrgänge.

Zum ersten Mal seit langer Zeit richtet die TG Waldsee ein Feriencamp in der Rheinauenhalle aus. Unterstützt wird der Verein dabei von der Handballschule Oberberg. Für die Kinder zählt der Spaß und die Aussicht auf die nächste Tüte Gummibärchen als Belohnung. Seit vier Jahren geht Jan bereits seinem Sport im Klub nach, bereits die Hälfte seines jungen Lebens also.

Was gerade am Handball spielen besonders toll ist, weiß er nicht so richtig. Dafür erinnert sich Jan umso besser an den ersten Sieg mit seiner Mannschaft. „Wir haben einen Handball gewonnen, und Gummibärchen“, erzählt er und grinst. Kleine Gesten rufen großes Glück hervor. So viel steht am ersten Camp-Tag bereits fest.

55 Kinder

Dafür zeigen die 55 Kinder zwischen neun und 13 Jahren auch viel Leistung – und Geduld. Denn zum Auftakt kommt das Mittagessen aus Speyer. Eine viertel Stunde dauert lang bei knurrendem Magen. Doch alle halten durch. „Mir macht es richtig Spaß hier“, sagt Ida (10). Leiser sein könnte es zwar ihrer Meinung nach noch etwas, doch beim allgemeinen Toben mit kleinen und großen Bällen mischt sie dennoch gern an vorderer Front mit.

Mamas Fußstapfen

Seit sieben Jahren ist Ida schon handballfanatisch. „Meine Mama hat gespielt“, erklärt sie, woher die Neigung zu dieser Sportart stammt. Sowohl in Waldsee als auch in Neuhofen greift das Mädchen zum Ball. Vom Camp erhofft sie sich vor allem, ihre Würfe besser zu platzieren. In die Richtung geht auch Luis (10).

Er stieg vor eineinhalb Jahren bei der TG ein und ist mit Feuereifer dabei. Worin er besser werden möchte? „Aufs Tor werfen und treffen“, antwortet er pfeilschnell. Das ist am Ende der dreitägigen Trainingseinheiten durchaus der Fall, meint Maximilian Sormani, der die Ferienaktion in Waldsee von der Handballschule aus leitet.

Viel Schneller

„Kinder lernen schnell“, merkt er an: „Wofür Erwachsene zwei Monate brauchen, haben sie in zwei Stunden drauf.“ In der sensiblen Lernphase seien die Teilnehmenden vom Alter her gerade, erklärt Sormani. Die schöpfen sie vollends aus. Vier Trainingseinheiten zu je 90 Minuten geben dazu ausreichend Gelegenheit.

Prellen, passen und werfen lauten die Basics, die am Vormittag auf dem Programm stehen. Die Spaßeinheit turnen und raufen sorgt zwischendurch für Abwechslung beim Nachwuchs. Handballspezifische Tricks und Kniffe sowie ein großes Turnier zum Abschluss sieht die Konzeption des Camps ebenso vor.

Der Erfolg freut TG-Trainer Christian Zimmer, vor allem angesichts der notwendigen Nachwuchsförderung. „Nach der Pandemie haben wir keine B- und A-Jugend mehr“, lässt er wissen. Auf Änderung hofft Zimmer durch nachhaltige Werbung und Ferienangebote. Als beste Werbeträger gelten die Camp-Kinder, auch wenn es statt Gummibärchen Äpfel aus Bio-Anbau zum Knabbern gibt.

x