Speyer Technikpreis: Schüler überzeugen mit Windrad-Nachbau und Gewächshaus
Beim Wettbewerb stellen die Schüler ihre Projekte einer Jury aus Mitgliedern der Stiftung Speyerer Unternehmen vor. Zwei erste und ein zweiter Preis gingen an Schüler der Realschule plus in Dudenhofen. Der betreuende Lehrer Max Barlang ist stolz. „Das lief tipptopp und sehr strukturiert.“ Das übergeordnete Thema wurde vorgegeben: Upcycling. Es ging also darum, ausgedienten Gegenständen einen neuen Zweck zu verschaffen. „Dann haben die Schüler erst einmal recherchiert, was man genau darunter versteht“, erzählt der Lehrer des Wahlpflichtfachs „Technik und Naturwissenschaften“ an der Schule. Denn das Feld ist groß – gar nicht so einfach, daraus ein Projekt auszuwählen. „In den ersten zwei Doppelstunden entstanden die ersten Ideen.“ Davon seien einige wieder verworfen worden.
Doch die Schüler fanden Projekte und legten los. Für die Umsetzung brauchte es Material. „Das haben sie selbst beschafft“, freut sich der Lehrer. Sie seien auf Schrottplätze und zu verschiedenen Unternehmen gegangen und bekamen Farbe und andere Materialien geschenkt. Marlo Cilona und Moritz Reichmann hatten sich überlegt, ein Windrad nachzubauen. „Dazu brauchten sie einen Generator. Im Schulkeller haben wir einen alten Dynamo gefunden.“ Zudem befestigten die Schüler alte Rotorblätter an dem rund ein Meter hohen Windrad-Nachbau. „Dann haben wir noch den Test mit einer Glühbirne gemacht“, erzählt Barlang. Das Werkstück funktionierte – und überzeugte die Jury, die den ersten Preis mit dem Schwerpunkt „Technik“ vergab.
Gewächshaus 2.0
Erstplatziert in der Kategorie „Nachhaltigkeit“ war Adrian Barths und Florian Kornmanns Projekt „Gewächshaus 2.0“, das die Schüler aus alten Toilettenrollen bauten. „Das war die Grundlage für Samen.“ Über einen Fließstreifen und dank des Kapillareffekts werde die Saat bewässert. Auf Platz zwei landeten Verona Murturi und Lilli Sander mit ihrer Gartendeko aus alten Reifen. Die Reifen seien „gestapelt, sauber gemacht und lackiert worden“, sagt Barlang.
Und auch Schülerinnen und Schüler der Nikolaus-von-Weis Realschule waren erfolgreich. Wie die Stiftung mitteilt, erhielten Lea Wehrle, Felix Bachmann, Leonard Schreiber und Lukas Wolf für ihr Projekt „Einkaufswagen“ den ersten Preis mit Schwerpunkt „Idee, Umsetzung und Präsentation“. Zwei dritte Plätze gingen an Vincent Engel, Rafik Jiro, Niklas Schmitt und Nikolaos Tzounis, die einen Overhead-Getränkekühler entwarfen und an Sarah Kirchner, Silas Franken, Simon Frey und Collin Weinmann für ihr angefertigtes Schlüsselboard.
Kontakte knüpfen
„Der Wettbewerb ist eine hervorragende Gelegenheit, Einblicke in die Arbeitswelt und das Handwerk zu gewinnen und Kontakte zu lokalen Unternehmen zu knüpfen“, sagt Jürgen Siewerth, Vorsitzender der Stiftung. Man wolle die Mühe und den Ehrgeiz der Teilnehmer würdigen. 300 Euro Preisgeld erhielten die Erstplatzierten, 200 Euro ging an Platz zwei und je 100 an die dritten Plätze. „Wir werden uns gemeinsam überlegen, wie wir das Geld verwenden“, kündigt der Dudenhofener Lehrer Max Barlang an. Vergangenes Jahr nahmen zwei seiner Kurse teil und fuhren mit dem Preisgeld gemeinsam in den Holiday Park.