Speyer Teamgeist und Erfahrung als Trümpfe

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SPEYER. Mit dem ewigen Saisonziel, unter den ersten Zehn zu landen, startet die SFG/Giulini Ludwigshafen am Wochenende in ihre 13. Bundesliga-Saison. Zu den eifrigsten Punktesammlern der Mannschaft von Vereins- und Landestrainer Charly Müller (Knörringen) zählen Uwe Melzer aus Speyer, Dieter Bartek (Otterstadt) und der Speyerer RHEINPFALZ-Fotograf Norbert Lenz (Schifferstadt).

Das Vorhaben ist wohl begründet, verwirklichten es doch die Ludwigshafener bisher in jeder Runde, und die SFG zählt zu den Gründungsmitgliedern. In der ewigen Tabelle belegt der Meister des Jahres 2005 Rang zwei hinter Bayreuth. „Nur im Qualifikationsjahr, da waren wir 16. Es waren aber auch 600 Vereine dabei“, sagte Segelflieger Lenz (61). „Ein Tagessieg ist auch immer ein Ziel. Wenn wir immer zwischen Platz vier und sechs landen, sind wir in der Gesamtwertung ganz vorne mit dabei.“ Der Schifferstadter geht seit 47 Jahren in die Luft: „Erfahrung ist alles.“ Er ist der Senior des Teams, Nils Koster (21) von der Dannstadter Zweitliga-Auswahl, neben Jan Hertrich (zuvor Landesliga) einziger Neuzugang, der Jüngste. Lenz feierte früher Erfolge bei Militärmeisterschaften, schaffte den weitesten Flug seines Klubs und als Erster über 1000 Kilometer aus der Rheinebene heraus. In diesem Jahr verbringt er seine 7000. Flugstunde am Himmel. Wie seine Mannschaftskameraden Melzer (Standardklasse), und Bartek (Clubklasse) blickt er auf mehrere Landestitel in der 18-Meter-Klasse zurück. Melzer schaffte es zudem zu Platz zwei beim nationalen Championat sowie zu mehreren Siegen beim Internationalen Hockenheim-Wettbewerb. Müller, Daniel Schneider (Mannheim), David Schneider (Landau), Steffen Schmitt, Peter Mangold (beide Frankenthal) sowie Stefan Kuse (Karlsruhe) vervollständigen das Aufgebot. Karsten Knoop (Dannstadt) ist nicht mehr dabei. In der zweiten Mannschaft, dem drittklassigen Landesligisten Paradiesvögel, tritt der Speyerer Till Roßkopf an. Giulini setzt auf den Zusammenhalt: „Wir sind immer mindestens zu siebt in der Luft.“ Die besten Drei kommen in die Wertung. Normalerweise zählen die Sportler von Schwäbischer Alb und aus dem Bayerischen Wald zu den Favoriten. Doch 2013 schnappte sich Burgdorf (Niedersachsen) den Titel. „Die Wetterverhältnisse haben sich in den vergangenen zwei Jahren verschoben“, erklärt der Fotograf: „Normalerweise ist es in der Südhälfte besser.“ Die Wettergesetze in der Rheinebene seien oft von Nachteil. Doch Ludwigshafen lehnt es ab, wie mancher Konkurrent in günstigere Gebiete zu reisen. „Wir wanden nicht. Wir sind ein grüner Sport und bleiben einer. Wer übt schon stundenlang seinen Sport aus und benutzt dabei nur Sonnenenergie? Die Benzinkosten sind einfach zu hoch, um etwa in den Schwarzwald zu fahren“ Obwohl – schränkt Lenz ein – wenn es am abschließenden Flugtag noch um den Titel geht ... 19 Wochenenden stehen bis August auf dem Programm. Lenz: „Dann wird das Wetter unkontrollierbarer.“ Es zählt die Durchschnittsgeschwindigkeit. 30 Mannschaften treffen aufeinander, darunter die Aufsteiger DJK Landau als einziger rheinland-pfälzischer Gegner sowie Mannheim. Lenz weiß, dass es immer schwerer wird, die Top Ten zu erreichen. Neue, große Vereine mit deutschen Meistern wie Rinteln oder Bayer Leverkusen kommen hinzu. Die SFG sei ein kleiner Klub mit 150 Mitgliedern, 20 Flugzeugen und einer Schleppmaschine. Andere verfügten über Hunderte Angehörige, 450 Flugzeuge, 14 Schlepper. Die SFG ist bereit. Lenz: „Wir haben am Wochenende alles überprüft und trainiert. Es gab die ersten Hunderter-Schnitte und Flüge über 650 Kilometer.“ Die Wettervorhersage sei gut.

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