Speyer Strom wird billiger

Trotz per Gesetz verordneter höherer Umlagen senkt die Ortsgemeinde Dudenhofen ab Januar den Strom- und Gaspreis: Wegen des weiter guten Betriebsergebnisses und gefallener Beschaffungskosten hat der Gemeinderat am Donnerstagabend beschlossen, Strom für 26 Cent die Kilowattstunde (bislang 26,76 Cent) anzubieten – Vertragskunden zahlen 23 Cent (23,91 Cent) – Gas für 5,46 Cent die Kilowattstunde statt wie bisher 5,7 Cent.
Ortsbeigeordneter Roni Zürker (CDU), der für die Werke zuständig ist, erläuterte in der Sitzung die Zahlen: Gewinn 2014 aus dem E-Werk 303.000 Euro, günstigere Einkaufskosten 55.000 Euro, dem Plus gegenübergestellt die ab 2016 steigende EEG-Umlage von 12 Prozent und Netz-, Offshore-Umlage von zusammen 61.000 Euro. Macht per Saldo „77.000 Euro, auf die das E-Werk mit der Preisreduzierung verzichtet“. Durch die Anlaufkosten von 41.000 Euro bilanzierte Zürker aus dem neuen Betriebszweig Gasvertrieb 2015 einen Verlust von 29.000 Euro. Der von Zürker vorgetragene Jahresabschluss 2014 der Gemeindewerke: Überschuss E-Werk: 303.000 Euro – davon überträgt die Gemeinde 80.000 Euro in den nächsten kommunalen Haushalt – Jahresgewinn Wasserwerk: 70.000 Euro, Wärmeversorgung (Holzhackschnitzelheizung der Schule) Mindestgewinn von 6000 Euro. Im Wirtschaftsplan 2016 ist für das E-Werk ein Plus von 236.000 Euro ausgewiesen. Beim Wasserwerk sind es 31.000 Euro, beim Gasvertrieb 131.000 Euro. Mit geringen Abweichungen entsprechen die Zahlen auch den Ansätzen für 2017. In die Wasserversorgung will Zürker in den beiden Jahren 524.000 Euro, ins E-Werk 490.000 Euro investieren. Bei einer Bilanzsumme von 44,5 Millionen Euro schloss die Jahresrechnung 2013 der Ortsgemeinde mit einem positiven Ergebnis von 200.000 Euro. Die Rückstellungen betrugen 490.000 Euro, die Verbindlichkeiten 3,2 Millionen Euro. Einige Anmerkungen von Jürgen Ofer (CDU) zum Rechnungsprüfungs-Bericht: Eine Kosten- und Leistungsrechnung könnte den Soll-Ist-Vergleich erleichtern, alle Buchungen sollten aussagekräftige Informationen enthalten, projektbezogene Beschäftigungs-Verträge und Lieferanten-Verträge sollten regelmäßig überprüft werden, neben den Zuschüssen auch unentgeltliche Dienstleistungen für Vereine aufgelistet werden. Beschlossen wurde die Annahme der Planung für die BMX-Bahn an der Jahnstraße. Mit Mehrheit votierte der Rat gegen den FDP-Antrag, die Harthauser Straße in Höhe der Abfahrt Berghauser Straße gegenüber der Landauer Straße als Vorfahrtsstraße (rechts vor links) auszuweisen, das Gleiche in umgekehrter Richtung, Einfahrt Berghauser auf die Harthauser Straße. Beides wäre auch für Ortsbürgermeister Peter Eberhard (CDU) wünschenswert, nur werde dem der zuständige Landesbetrieb Mobilität nie und nimmer zustimmen, sagte er. Eberhard zu einem dritten FDP-Antrag, das Tempo auf der Carl-Zimmermann-Straße auf 30 zu begrenzen: „Die Dinge sind auf dem Weg.“ Die vierte FDP-Forderung, „an Punkten mit Publikumsverkehr“ (Konrad-Adenauer-Platz, Festhalle, Schule, Abenteuerspielplatz, Ganerbhalle, Fußballplatz, Radrennbahn) einen kostenlosen W-Lan-Anschluss zu installieren (eine Initiative des Landes), reichten die Fraktionen als Prüfantrag an die Verwaltung weiter. (län)