Speyer Stephanie Best über den Anfang in der Kita Abenteuerland

Stephanie Best (46) leitet die kommunale Kindertagesstätte Abenteuerland in Otterstadt, die im Mai 2014 eröffnet worden ist. Zuvor war schon eine „kommunale Gruppe“ eineinhalb Jahre lang zu Gast in der katholischen Kita Otterstadt. Die zweite Gruppe startete nach den Sommerferien dann im neuen Haus. Best, die in Otterstadt wohnt, hatte zuvor zweieinhalb Jahre in der katholischen Kita in Otterstadt und elf Jahre in der kommunalen Kita in Dudenhofen gearbeitet. Kathrin Schnurrer hat sie um eine Einschätzung der ersten Monate gebeten.
Dadurch, dass wir schon in der Bauphase involviert waren, sind wir da reingewachsen. Es war eine wunderbare Sache, dass wir von Anfang an mitgestalten durften. Als wir dann eingezogen sind, war es so ein Gefühl von: „Jetzt sind wir da!“ Auch für die Kinder war der Wechsel sehr unproblematisch. Wir hatten zuvor die Baustelle besucht, die Kinder haben Wunschzettel gemacht. Darauf stand, wie die Außenanlage aussehen soll. Und dass es in der neuen Kita immer Fischstäbchen geben und schneien soll. Und, gibt’s jeden Tag Fischstäbchen? Fischstäbchen gibt es hin und wieder, geschneit hat es auch schon. Gab’s Schwierigkeiten in der Anfangszeit? Nein. Dadurch, dass wir sehr eng mit der Verwaltung zusammengearbeitet haben, gab’s keine Schwierigkeiten. Barbara Stein von der Kita Naseweis in Dudenhofen hat mich sehr unterstützt in der Anfangsphase. Und auch vom Kreisjugendamt kam viel Unterstützung. Sie bieten 40 Plätze in zwei Gruppen an, es sind noch nicht alle Plätze belegt. Ist es für Ihre neue Einrichtung schwieriger, die Plätze zu besetzen als für die katholische und protestantische Kita? Ich glaube, dass es etwas schwieriger ist, weil man uns nicht so kennt. Auf was legen Sie Wert, was ist Ihr Konzept? Weniger ist mehr. Der Aufbau von Bindung steht bei uns an erster Stelle. Ein enger Kontakt mit dem Elternhaus und Transparenz sind ebenfalls sehr wichtig. Wir dokumentieren vieles mit Fotos für die Eltern und für die tiergestützte Pädagogik haben wir auch einmal einen Elternabend gemacht, an dem die Eltern mit den Tieren gearbeitet haben. Was heißt denn „weniger ist mehr“ im Kindergarten? Wir haben zum Beispiel wenige Spielsachen, die zur Verfügung stehen, wir wechseln durch, räumen immer wieder welche weg. Und in der Vorweihnachtszeit haben wir uns komplett entschleunigt. Es gab keine Aufführungen, keine gigantischen Bastelaktionen, sondern wir waren nah bei den Kindern und haben uns das Außenrum geschenkt.