Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Steg und Terrassen: Zwei Varianten für Normand-Sportplatz

Heute „naturbelassen“: Fläche am Rand der früheren Normand-Kaserne in Speyer-Süd, auf der gebaut werden soll.
Heute »naturbelassen«: Fläche am Rand der früheren Normand-Kaserne in Speyer-Süd, auf der gebaut werden soll.

Erste Sitzung im neuen Jahr: Die landschaftsarchitektonische Gestaltung des Normand-Sportplatzes steht am Donnerstag auf der Tagesordnung des städtischen Bauausschusses.

Die Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung, Bauen und Verkehr am Donnerstag, 29. Januar (17 Uhr, Stadtratssitzungssaal), eröffnet den Reigen der städtischen Gremiensitzungen im neuen Jahr. Die Stadt legt dafür zwei Konzepte für die Gestaltung des „Urbanen Biotops“ vor, das auf der ehemaligen Konversionsfläche an Paul-Egell- und Seekatzstraße geplant ist. Dabei geht es zunächst um das Freiraumkonzept, noch nicht um die genaue Form der Bebauung. Die Verwaltung will die Zustimmung des Ausschusses (und am 5. Februar auch des Stadtrats), dass sie die Konzepte in den nächsten drei Monaten weiter ausarbeiten und in einer Bürgerbeteiligung sowie im Gestaltungsbeirat vorstellen kann. Danach sollen Fördermittel für die Umsetzung beantragt werden.

Das erste Konzept nennt sich „Steg – der Mensch als Beobachter“ und wird mit Kosten von 3,28 Millionen Euro veranschlagt. Die Grünfläche samt Versickerungsbecken soll dabei mit einem „großzügig dimensionierten Steg überbrückt werden“, um eine Verbindung von der Wohnbebauung zur Seekatzstraße herzustellen. Der Steg könne dabei auch als Aussichtspunkt dienen. Im Süden der Fläche rund um den heute verwilderten Sportplatz der einstigen französischen Garnison in Speyer wäre eine Treppenanlage geplant. Sie sollte die vier Meter zum tieferen Geländeniveau überbrücken. Eingriffe ins Biotop würden laut Stadt bei dieser Variante auf ein Minimum reduziert. Die Topographie müsste in nur geringem Maß verändert werden.

Zwei Zonen denkbar

Stärkere Eingriffe wären beim zweiten Konzept erforderlich, das „Terrassierung“ genannt und mit Kosten von rund 2,81 Millionen Euro beziffert wird. Hier würde die Freifläche laut Stadt in zwei Zonen aufgeteilt: ein „urban geprägter Übergangsraum“ zwischen Seekatzstraße und Wohnbebauung im Nordosten sowie einen naturnahen Südwesten. Enthalten wäre ein zentraler Quartiersplatz mit „Raum für quartiersbezogene Nutzungen, etwa ein Café“, wie es in der Vorlage für die Kommunalpolitiker heißt. Der Platz werde über Treppen und Rampen mit dem rund vier Meter tiefer liegenden Gelände verknüpft. In beiden Varianten wäre ein „Robinienwäldchen“ enthalten.

Im Bauausschuss soll es am Donnerstag außerdem um die Verkehrssicherheit in der Iggelheimer Straße und an der Siedlungsschule gehen. Zur Parkplatzsituation in Speyer-West liegt ein Prüfauftrag vor. Bei der Umgestaltung des Postplatzes hätte die Stadt gerne das politische Okay, um Angebote von qualifizierten Büros für entsprechende Entwürfe einzuholen.

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