Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Stadtverwaltung passt Lüftungskonzept für Schulen an

So könnte es aussehen: mobiler Luftfilter (links) in einem Klassensaal – hier in Niedersachsen.
So könnte es aussehen: mobiler Luftfilter (links) in einem Klassensaal – hier in Niedersachsen.

Die Stadt Speyer ist in den Sommerferien bei ihrer Planung für zusätzliche künstliche Belüftung von Klassenräumen vorangekommen. Nach einer Kostenkalkulation ist aber klar: Die Maximallösung wird nicht möglich sein.

„Die flächendeckende Ausstattung aller Schulen mit mobilen Anlagen ist aufgrund der hohen Kosten nicht gangbar“, teilt Annika Siebert, Pressesprecherin der Stadtverwaltung, auf Anfrage mit. Im Juli war die Planung noch gewesen, zumindest die Grund- und Förderschulen sowie die unteren Klassen weiterführender Schulen mit solchen Anlagen auszustatten, bis feste Anlagen eingebaut werden könnten. Experten plädieren zur Eindämmung des Coronavirus für eine gute Entlüftung zumindest in Räumen mit ungeimpften Altersklassen. Komplett auf geöffnete Fenster zu setzen, wäre vor allem in der kalten Jahreszeit ein Problem.

Von der Anmietung großer Mengen an mobilen Geräten ab September hat die Stadt nach eigenen Angaben abgesehen, nachdem sie Angebote eingeholt hatte. Sie hätte alle Kosten tragen müssen, während für stationäre Anlagen Zuschüsse zugesagt sind. Stattdessen würden in den Grund- und Förderschulen sogenannte CO 2 -Ampelsysteme eingebaut, erläutert Siebert. Diese zeigen an, wenn die Luft verbraucht ist und gelüftet werden sollte. „Die Stadt ist dazu bereits mit den Stadtwerken in Gespräch“, so die Sprecherin.

Sondersituation an drei Schulen

Stationäre Belüftungsfilter sollten nach und nach hinzukommen, so die Strategie der Stadt. Eine Ausnahme sei dabei – wie berichtet – die Zeppelinschule, in deren denkmalgeschütztem Gebäude keine festen Geräte eingebaut werden könnten. Für sie ist schon ein Pilotprojekt mit mobilen Anlagen angelaufen. Auch das Gymnasium am Kaiserdom mit seinem historischen Gebäude erhält laut Stadt für die Klassenstufen fünf und sechs 15 mobile Geräte. „Die mobilen Anlagen sollen spätestens am 1. September bei den Schulen eintreffen, voraussichtlich sind sie aber bereits zu Schulbeginn damit ausgestattet“, so Siebert. Eine weitere Sondersituation gebe es an der Salierschule, die in Passivhausbauweise errichtet ist. „Dort wird aktuell die Belüftungsleistung geprüft.“

Für ihre drei Gymnasien, die Gesamtschule und die zwei Realschulen plus – kündigt die Stadt ebenfalls eine Übergangslösung mit Ampeln an. Auch hier stünden zunächst die Räume für die Unterstufe im Fokus und es gebe den längerfristigen Plan mit stationären Lösungen. Schon länger „versorgt“ ist das Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasium, wo mit großem Einsatz der Elternschaft Lüftungen der Marke Eigenbau in sämtlichen Klassenräumen eingebaut worden sind.

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