Speyer Stadtnotizen: Linke: Kein Glyphosat auf städtischen Flächen

Auf städtischen Flächen soll künftig das umstrittene Pflanzenschutzmittel Glyphosat nicht mehr verwendet werden. Das fordert Die Linke im Stadtrat. Sie hat dazu einen Antrag für die Sitzung am 1. Februar eingereicht. Im einzelnen verlangt sie, dass künftig in Verträgen über die Verpachtung städtischer Flächen ein Einsatzverbot von Glyphosat festgeschrieben wird. Und das sowohl bei Neuverpachtungen wie bei fälligen Vertragsverlängerungen. Darüber hinaus soll die Stadt selbst bei der Grünanlagenpflege künftig auf den Einsatz des Mittels verzichten. Die Antragsteller begründen ihre Forderung unter anderem mit Erkenntnissen über schädliche Auswirkungen des Mittels auf Tiere und Pflanzen. Glyphosat stehe außerdem laut einigen Studien im Verdacht, krebserregend zu sein. „Auch wenn die Auswirkungen noch nicht vollständig erforscht sind, sind die bisherigen Erkenntnisse und Bedenken so gravierend, dass der Einsatz vom Glyphosat im Entscheidungsbereich der Stadt unterbunden werden sollte“, heißt es im Antrag. Noch rechtzeitig vor Beginn des Frühlings erkundigen sich die Grünen nach der Umsetzung ihres Antrag vom Juni 2016 zur Fassadenbegrünug an einem städtischen Objekt. Damals hatte das der Stadtrat einstimmig beschlossen und festgelegt, Geld dafür auszugeben. Ob die Immobilie baulich dazu geeignet ist, sollte fachlich geprüft, die fachgemäße Pflanzenauswahl für eine bestmögliche Begrünung am Standort in einem Fachausschuss beschlossen werden. Weil das inzwischen eineinhalb Jahre zurückliegt, wollen die Grünen wissen, was seither geschehen ist. Was wurde seitens der Verwaltung getan, nach welchen Kriterien erfolgt die Auswahl zur Fassadenbegrünung, welche Gebäude wären geeignet nicht und welcher Fachausschuss ist für die Auswahl der Pflanzen zuständig? Diese Fragen stehen in der Anfrage der Grünen zur Stadtratssitzung am 1. Februar.