Speyer Stadtnachrichten: Sparkasse: Dürfen nicht über Kreditvertrag informieren

Die Sparkasse Vorderpfalz wird nicht auf das Angebot des Speyerer CDU-Landtagsabgeordneten Axel Wilke eingehen, öffentlich über das umstrittene Kreditgeschäft mit Wilkes Tochter zu berichten, wenn sie in diesem Fall vom Bankgeheimnis befreit wird. Wie berichtet, ist in einem bankinternen Gutachten von Fehlern bei der Kreditvergabe die Rede. Wilke betont, er habe sich nichts vorzuwerfen. Informationen über das Geschäft in der Öffentlichkeit seien der Bank nicht nur aufgrund des Bankgeheimnisses, sondern auch aufgrund des Betriebs-, Amts- und Dienstgeheimnisses untersagt, so auf Anfrage die Einschätzung des Vorstandsvorsitzenden Rüdiger Linnebank. Alle gesetzlich erforderlichen Meldungen an die internen und externen Aufsichtsorgane seien hingegen vorgenommen worden. Gestern hat nach den Grünen und der BGS im Stadtrat (wir berichteten) auch die Landes-SPD Aufklärung zu der Kreditvergabe gefordert: „Wir werden jetzt genau hinschauen, wie Sparkasse, der Stadtrat Speyer und Dr. Wilke diesen Fall aufklären“, so Generalsekretär Jens Guth in einer Pressemitteilung. Der Stadtrat hat sich am Donnerstagabend mehr als eine halbe Stunde nichtöffentlich mit dem Fall befasst, nachdem Wilke dazu eine Erklärung abgegeben hatte. Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) habe auf laufende Untersuchungen verwiesen, die eine Bewertung noch nicht möglich machten, so ein Stadtsprecher auf Anfrage. Beschlüsse seien nicht gefasst worden. (pse)