Speyer Stadtnachrichten: Bereitschaftsdienstzentrale: Anfrage an Landesregierung

In den Chor der Kritiker der Neuregelung für die ärztliche Bereitschaftsdienstzentrale (BDZ) Speyer haben sich nun die Grünen auf Landesebene eingereiht: Sie wollen mit einer Kleinen Anfrage an die Landesregierung Hintergründe und Einschätzungen dazu erfahren. Das haben die Speyer Landtagsabgeordnete Anne Spiegel und Dr. Fred Konrad, gesundheitspolitischer Sprecher der Grünen-Landtagsfraktion, gestern mitgeteilt. Wie mehrfach berichtet, wurde die BDZ Speyer auf Veranlassung der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) Rheinland-Pfalz an die BDZ Germersheim angegliedert. Konsequenzen sind eingeschränkte Öffnungszeiten und die Koordination der Hausbesuchsfahrten von Germersheim aus. Die Grünen sehen das kritisch. „Die patientengerechte Versorgung hat oberste Priorität“, betont Spiegel. „Eine Weiterentwicklung der Versorgungsstruktur darf nicht zu Lasten der Qualität in der Patientenversorgung gehen.“ Entscheidend sei die Auslastung der BDZ und der Notfallambulanz der Kliniken. Die Grünen wollen in ihrer Anfrage deshalb wissen, ob die Landesregierung die Begründung der KV für die Angliederung kennt und ob sie diese unterstützt. Sie fragt, welchen Einzugsbereich die BDZ Speyer und Germersheim bisher abdecken, wie seit 1. April die umfängliche Patientenversorgung im Bereitschaftsdienst am Standort Speyer gewährleistet wird, welches Gebiet die BDZ Germersheim seit 1. April abdeckt und ob die Landesregierung einen Bedarf sieht, die Zusammenarbeit zwischen niedergelassenen Ärzten und Kliniken klarer zu regeln, um eine unnötige Konkurrenz in der Notfallbereitschaft zu vermeiden. (ell)