Speyer Stadtnachrichten: Bereitschaftsdienstzentrale: Ärger über Ärztevereinigung

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Der Unmut in Speyer über die mögliche nächtliche Schließung der Bereitschaftsdienstzentrale der Kassenärztlichen Vereinigung (KV) im Diakonissen-Stiftungs-Krankenhaus nimmt zu. „Die KV sollte ihren Beschluss, die Zentrale zum 1. April 2016 zu schließen, rückgängig machen“, fordert Angelika Wöhlert, stellvertretende Chefin der CDU-Fraktion im Stadtrat, in einer Pressemitteilung. Auch wenn die KV die Detailpläne noch nicht öffentlich gemacht habe, sei die Entscheidung längst gefallen, sagt sie: Anders als bisher sei in Speyer keine Öffnung nach 24 Uhr mehr vorgesehen (wir berichteten am 9. Dezember). Patienten aus Speyer und den Umlandgemeinden müssten dann entweder nach Germersheim fahren oder „sich in die schon jetzt maßlos überlastete Notaufnahme des Diakonissen-Krankenhauses begeben“, so Wöhlert. Die Speyerer Zentrale habe 500 Patienten mehr pro Quartal als die in Germersheim, die Entscheidung sei unverständlich und gefährde eine angemessene Betreuung der Patienten. Auch Oberbürgermeister Hansjörg Eger (CDU) ist alarmiert: Er könne die Entscheidung der KV nicht nachvollziehen und er werde weiter Gespräche in dieser Sache führen, „um in den Nachtstunden eine gute ärztliche Versorgung der Speyerer Bevölkerung zu erhalten“, sagte er auf Anfrage. Er bedauere, von der KV nicht direkt über die Änderungen informiert worden zu sein. Wäre die Stadtspitze frühzeitig eingebunden worden, hätte dies „möglicherweise dazu beigetragen, Irritationen zu vermeiden“. Die KV bat am Montag weiter um Geduld hinsichtlich einer öffentlichen Information: Es seien noch nicht alle Betroffenen verständigt. (pse)

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