Speyer Stadtleben: Von kleinen und großen Herausforderungen
Mit dem Rad sicher durch den Verkehr
In Zukunft werden die Schüler und Schülerinnen des Friedrich-Magnus-Schwerd-Gymnasiums (FMSG) in Speyer besonders sicher auf dem Fahrrad unterwegs sein. Denn seit Montag üben die fünften bis siebten Klassen der Schule bei dem Pilotprojekt „Radel-rum“ die sichere Teilnahme am Straßenverkehr mit dem Fahrrad. In kleinen Gruppen meistern sie Herausforderungen, wie Schlaglöcher oder sich plötzlich öffnende Autotüren.
Falsches Verhalten und Unsicherheit sind die häufigsten Gründe für Fahrradunfälle im Straßenverkehr. Laut der Unfallkasse Rheinland-Pfalz hat eine Auswertung des Statistischen Bundesamtes ergeben, dass 2019 fast jeder zweite Jugendliche zwischen zehn und 14 Jahren, der im Straßenverkehr verunglückte, mit dem Fahrrad unterwegs war. Deshalb trafen sich Anfang März in einer Fortbildung unter anderem Experten und Expertinnen der Landesverkehrswacht und der Unfallversicherung RLP mit Lehrkräften aus Speyer, Ludwigshafen und Kaiserslautern am FMSG in Speyer.
In einem Fahrradparcours mit 17 verschiedenen Hindernissen sollen die Kinder Motorik, Gleichgewichtssinn und kognitive Fähigkeiten stärken. „Die Kinder sammeln spielerisch Erfahrungen, haben Erfolgserlebnisse und werden durch diesen geheimen Lernsport sicherer auf und mit dem Fahrrad“, erklärt Andreas Gorka, Erfinder des „Radel-rum“-Konzepts.
Bei der Fortbildung testeten Fünftklässler die Hindernisse und meisterten dabei allerlei Alltagsgefahren. Aus Sicht der Schule ein voller Erfolg. „Unübersehbar: Die Schülerinnen und Schüler haben Spaß und waren konzentriert bei der Sache, trotz hoher Komplexität und motorischer Anforderungen“, fasst Tom Kemmer, Lehrer am FMSG, die Praxiseinheit zusammen.
Seit Montag radeln die Fünft- bis Siebtklässler nun im Rahmen der Fahrradprojektwoche täglich über den Schulhof und üben noch bis Freitag verkehrssicheres Fahren.
Sahara-Staub: Dauereinsatz der Waschanlagen
Der Sahara-Staub hat ein Gewerbe in den Blickpunkt gerückt, das ohne großes Aufhebens saubere Sache macht: Die Speyerer Autowaschanlagen sind seit Freitag im Dauereinsatz. Tausende Kunden wollen das gelbliche Zeug, das vorige Woche aus Afrika herübergeweht wurde, von ihren Autos haben. „Wir haben heute noch eine Schlange“, berichtete Armen Aleksanjan, Inhaber der „Washbox“ in der Iggelheimer Straße, am Dienstag. Es sei schwierig, den Sand wegzukriegen: „Irgendwie ist er klebrig.“
Aber er und seine vier Mitarbeiter hätten die richtigen Mittel gefunden, betont Aleksanjan. Und so schädlich für den Lack wie dessen größter Feind („Vogelscheiße“) sei der Sand wohl auch nicht, ordnet der Experte ein. Er wundert sich einerseits, dass es trotz all der Umwelteinflüsse immer noch Speyerer gibt, „die ihr Auto nie waschen“. Und andererseits interessiert ihn schon der nächste Wetterbericht: „Kommt der Sand noch mal? Wenn Sie mich fragen, wäre das alle zwei Monate in Ordnung.“ Aus wirtschaftlicher Sicht mit aktuellem Umsatzplus von 40 bis 50 Prozent könne er die Wetterbesonderheit nämlich nur so kommentieren: „Freut mich.“
Materialkisten an Speyerer Schulen ausgegeben
Schulmaterialien, 56 Schulranzen und Bezugsscheine für den Einkauf von Sportartikeln im Geschäft Intersport Scheben in der Speyerer Auestraße hat der Kiwanis-Club zusammen mit der Jugendförderung Speyer und der Firma B. Harant GmbH gesammelt und nach eigenen Angaben an 14 Speyerer Schulen übergeben. „Die von der Bundesregierung geleistete finanzielle Unterstützung reicht leider nicht aus, als dass Familien mit geringem Einkommen die umfangreichen Ausgaben für Schreibmaterialien und Sportsachen stemmen könnten. Diese Dinge gehören aber zur Grundausstattung und sollten jedem Kind im Schulalltag uneingeschränkt zur Verfügung stehen“, wird Bürgermeisterin und Bildungsdezernentin Monika Kabs (CDU) in einer Pressemitteilung der Stadt Speyer zitiert. Sie danke der Initiative des Clubs sowie den Spenderinnen und Spendern. Der Gesamtwert der 15 Materialkisten für die Schulen beläuft sich demnach auf 16.350 Euro. Das Projekt ist auf zwei Jahre angelegt. Bei Bedarf soll eine Nachbestellung im Herbst möglich sein.
Schokolade für Krankenhausmitarbeitende
Mit einem Schoko-Riegel aus biologischem Anbau und fairem Handel hat sich die SPD Speyer-West bei den Krankenpflegerinnen und Krankenpflegern im St.-Vincentius-Krankenhaus bedankt. „Sie waren, sind und werden ein wichtiger Teil, nicht zur Bekämpfung der Pandemie, sondern unseres Gesundheitssystems sein. Jede und jeder Einzelne von Ihnen leistet über die sowieso schon harte Arbeit hinaus Enormes für unsere Gesellschaft“, heißt es in einem schriftlichen Dankesbrief, den Noah Claus, Vorsitzender der SPD Speyer-West, und Inge Trageser-Glaser, Stadträtin für die SPD, gemeinsam in der Klinik an jeden Mitarbeitenden übergeben haben.
„Es war uns ein Bedürfnis, dass wir den Pflegerinnen und Pflegern unseren Dank aussprechen“, teilt Claus mit. „Ganz besonders wichtig war mir als Sozialdemokrat, dass auch jemand von der Mitarbeitervertretung anwesend war. Wir hoffen, dass sie sich über unsere Geschenke gefreut haben und wir ihnen eine kleine Freude bereiten konnten“, so Claus.