Speyer
Stadt plant Baugrund-Zwischenlager und macht Standortvorschlag
Bei Bautätigkeiten der Stadt entsteht regelmäßig Aushub von Straßen- und anderen Tiefbaustellen. Dieser sollte entsprechend dem Kreislaufwirtschaftsgesetz möglichst direkt wiederverwendet werden. Dafür muss er jedoch unbelastet sein – was im Vorfeld eine Analyse auf seine Inhaltsstoffe erfordert. „Die Untersuchung im Labor benötigt im Durchschnitt etwa drei Wochen. Erst danach kann die Weiterverwendung oder der Entsorgungsweg geklärt werden“, erklärt die Stadtverwaltung. Sie legt ihre Pläne in einer Sitzung am Dienstag, 25. März (17 Uhr, Stadtratssitzungssaal), erstmals dem Bauausschuss vor und strebt einen Grundsatzbeschluss an, nach dem sie weiterplanen dürfte.
Die Untersuchung auf den Baustellen selbst sei unmöglich, weil der Platz fehle, um das Material wochenlang liegen zu lassen. „Deshalb benötigt die Tiefbauabteilung ein offizielles Zwischenlager mit den notwendigen Genehmigungen der Bodenschutzbehörden. Dort soll der Aushub sicher zwischengelagert, beprobt und auf mögliche Kontaminationen untersucht werden“, erklärt die Stadt ihr Vorhaben. Sie habe mehrere mögliche Flächen geprüft. Bereiche unter anderem in der Brunckstraße, Joachim-Becher-Straße oder Stockholmer Straße seien ausgeschieden, eine Fläche nahe der Tullastraße im Speyerer Nordosten sei übrig geblieben.
„Optimal geeignete Fläche“
Nördlich angrenzend an das dortige Gewerbegebiet, an das Asphaltmischwerk sowie im Osten an eine Kleingartensiedlung gebe es eine „optimal geeignete“ Fläche. Sie sei im Eigentum der Stadt und durch eine ehemalige Mülldeponie sowie das Asphaltmischwerk bereits vorbelastet. Ausgewiesen ist sie jedoch als öffentliche Grünfläche, sodass zum einen ein Bebauungsplan aufgestellt und zum anderen der Flächennutzungsplan geändert werden müsste. Die aufwendigen Verfahren dazu würden erst mit politischer Zustimmung gestartet. Es sei eine „vertiefende Prüfung“ nötig, in die auch die Stadtwerke als weitere mögliche Nutzerin einbezogen werden sollten.