Speyer Stadt muss Corona-Auflagen nochmals verschärfen

Corona-Fall in Speyerer Einrichtung: Asylunterkunft Engelsgasse.
Corona-Fall in Speyerer Einrichtung: Asylunterkunft Engelsgasse.

Neue Infektionen, möglicherweise verschärfte Auflagen, gestiegene Inzidenz: Über die Corona-Lage in Speyer gab es auch am Mittwoch wenig Positives zu berichten.

Die Statistik

19 neue Fälle sind am Mittwoch in die Landesstatistik aufgenommen worden. 207 Personen gelten als aktuell erkrankt; 2235 Speyerer Corona-Patienten gab es seit Beginn der Pandemie. Die Inzidenz steigt von 209,6 auf 215,6. Das Land hat am Mittwochabend darüber informiert, dass es Kommunen mit Inzidenzwerten über 200 an drei Tagen in Folge zu noch einmal verschärften Auflagen verpflichten will. Das könnte für Speyer ab Sonntag Verschärfungen beim Einkaufen, beim Sport und Testpflicht vor Friseur-, Fahrschul- oder Musikschul-Besuchen mit sich bringen, so das Land. Über die Details will die Stadt laut Sprecherin Annika Siebert am Donnerstag mit Mainz beraten.

Die Einrichtungen

Bei den Infektionen gibt es mit der Asylunterkunft in der Engelsgasse eine neue betroffene Sammelunterkunft. Bei einer dort untergebrachten Person habe sich der Verdacht auf Covid-19 bestätigt. Mitbewohner müssten in Quarantäne, so die Stadt. Bei der Diakonissen-Kita Rulandstraße liegen laut Träger die Ergebnisse einer Reihentestung vor, nachdem im Bereich Kindernest (Ein- bis Dreijährige) Ende voriger Woche eine Erzieherin positiv auf das Virus getestet worden war: Es sind auch drei Kinder infiziert. „Sie zeigen Krankheitssymptome wie Husten und Fieber“, berichtet Sprecherin Isabel Flory. Alle anderen untersuchten Kinder und Mitarbeiter, auch aus dem baulich getrennten Kita-Bereich, hätten negative Ergebnisse erhalten.

Die Impfungen

Die Anweisung, Personen unter 60 Jahre nicht mehr mit dem Wirkstoff der Firma Astrazeneca zu impfen, hat auch im Speyerer Impfzentrum in der Stadthalle die Planung durcheinandergewirbelt. Für Mittwoch waren laut Stadt-Sprecherin Siebert keine Termine für dieses Mittel angesetzt, für Donnerstag hingegen schon: „Die Termine werden vom Land storniert und so zeitnah wie möglich neu vergeben. Ziel ist es, dass alle Betroffenen bis Ende April einen neuen Termin erhalten.“ Für wie viele Speyerer das gilt, sei nicht bekannt.

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