Speyer Stadt ist zurückhaltend

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Keine Eile: Die Ordnungsverwaltung der Stadt Speyer sieht aktuell keine Notwendigkeit, die Anschaffung von Elektroschockpistolen für den Kommunalen Vollzugsdienst (KVD) mit Nachdruck zu fordern. Das teilt Matthias Nowack, Pressesprecher der Stadtverwaltung, auf Anfrage mit. „Die Beschäftigten des KVD sind mit Schlagstock und Pfefferspray ausgerüstet, wobei diese Hilfsmittel bisher noch nie zum Einsatz kommen mussten“, so Nowack. Pfefferspray und Schlagstock zeigten allerdings nur auf kurze Distanz Wirkung, wohingegen die auch als „Taser“ bezeichneten Elektroschockpistolen laut Stadtverwaltung dazu beitragen können, aggressive oder mit einem Messer bewaffnete Personen auf Distanz zu halten. „Der KVD der Stadt Speyer hat bisher immer auf deeskalierende Strategien gesetzt und damit gute Erfahrungen gemacht“, teilt Nowack mit. Wie mehrfach im überregionalen Teil berichtet, haben in der vergangenen Woche mehrere Oberbürgermeister rheinland-pfälzischer Städte, darunter auch Ludwigshafen und Kaiserslautern, in einem Schreiben an Landesinnenminister Roger Lewentz (SPD) gefordert, neben der Polizei auch kommunale Vollstreckungsbeamte mit Tasern auszustatten. Lewentz lehnte diesen Vorstoß jedoch ab. Rheinland-Pfalz ist das erste Bundesland, das seine Polizeiinspektionen mit den Elektroschockwaffen ausrüstet. Vor rund zwei Wochen ist in Pirmasens ein 56-Jähriger nach einem Taser-Einsatz gestorben.

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