Speyer Stabilität auf lokalem Arbeitsmarkt dank Kurzarbeitergeld

Arbeitsagentur und Jobcenter: Standort in der Bahnhofstraße.
Arbeitsagentur und Jobcenter: Standort in der Bahnhofstraße.

Trotz des zweiten Lockdowns zeigte sich der Arbeitsmarkt in Speyer und Umgebung im Dezember 2020 „stabil“. Zu dieser Einschätzung kam am Dienstag die Agentur für Arbeit.

Im Speyerer Geschäftsstellenbezirk der Agentur waren demnach 3107 Personen arbeitslos gemeldet, nur zwei mehr als im November. Die Quote verharrt bei 5,3 Prozent. Sie hatte im August noch bei 5,7 Prozent gelegen, ein Jahr zuvor aber nur bei 4,7 Prozent. In der Stadt Speyer allein betrug die Dezember-Quote 6,6 Prozent, im Rhein-Pfalz-Kreis 4,3 Prozent.

Die Agentur stellt dabei einen Unterschied in der Entwicklung der erst wenige Wochen oder Monate Arbeitslosen und der sogenannten Langzeitarbeitslosen, die „Hartz IV“ beziehen, fest: Beim für letztgenannten Kreis zuständigen Jobcenter sei die Arbeitslosigkeit im Vergleich zum Vorjahr um 10 Prozent gestiegen, beim Klientenkreis der Arbeitsagentur selbst dagegen um 37 Prozent. Laut Geschäftsstellenleiter Zeljko Kuzmanovic geht es nun darum, „einen Ausgleich herzustellen und den Bedarf an Arbeitskräften mit Menschen zu decken, die bei uns gemeldet sind“. 770 offene Stellen seien in der Kartei, das seien 25 mehr als noch im November.

51,4 Millionen Euro fließen

Immerhin: Wie im ersten Lockdown habe zuletzt Kurzarbeit Schlimmeres verhindert. Im gesamten Agenturbezirk Ludwigshafen mit Speyer seien im Vorjahr 51,4 Millionen Euro an Kurzarbeitergeld ausbezahlt worden (2019: 180.000 Euro).

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