Speyer
Städtischer Brunnen kann nicht mehr in Betrieb gehen
Die Keramikstelle von Künstler Frank-Rainer Liebscher ist ein echter Hingucker. Das Kunstwerk im Kulturhof Flachsgasse fällt auf – insofern bedauern es viele Speyerer und Touristen, dass seit vergangenem Jahr kein Wasser mehr daran hinunterfließt. „Grund ist ein defekter Keramikring unter dem Brunnenkopf“, erklärt Annika Roth, Sprecherin der Stadtverwaltung, auf Anfrage. Nach Auskunft von Antje Liebscher, der Tochter des Künstlers, lasse sich dieser wohl nicht reparieren oder ersetzen. „Ohne eine Sanierung würden bei einer Inbetriebnahme des Wasserspiels weitere Schäden entstehen. Schlimmstenfalls könnten weitere Keramikelemente abbrechen“, erklärt Roth mögliche Folgen.
Die Fugen zwischen den einzelnen Keramikelementen wiesen Haarrisse auf. Durch diese könnte Wasser eindringen. Wenn sich die Risse vergrößerten, könnte die Standsicherheit der Stele gefährdet sein. Auch die Keramikelemente an sich seien porös geworden – vermutlich weil das Wasser die spezielle Glasur angegriffen habe. In Absprache mit Antje Liebscher sei deshalb entschieden worden, die Stele des renommierten Keramikgestalters als Kunstobjekt ohne Brunnenfunktion zu erhalten. Nun sei geplant, den Brunnenkopf wieder zu fixieren, die Fugen zu festigen und die gesamte Anlage zu reinigen.
Weitere Brunnen betroffen
Handlungsbedarf besteht laut Stadt auch an weiteren Brunnen im Stadtgebiet. So hat das erst vor wenigen Jahren errichtete Wasserspiel auf dem Platz der Stadt Ravenna in Speyer-Süd schon seinen Geist aufgegeben. Städtisches Personal war in diesen Tagen vor Ort, um es wieder zum Laufen zu bringen. „Hierfür musste zunächst die Umwälzpumpe ausgebaut werden, da sie nicht mehr funktionstüchtig war“, berichtet Roth. Zudem werde das Wasser abgepumpt und wieder eingefüllt sowie Filtersand aus der entsprechenden Anlage ausgetauscht. Der dritte Defekt betrifft den Platz der Stadt Kursk am Rheinufer: Hier sei die Brunnen-Elektrik hinüber. „In Absprache mit einem Elektriker muss zunächst das Ausmaß des Schadens ermittelt werden“, so die Sprecherin.