Speyer Städtische Tempoüberwachung: Erste Problemstellen erkennbar
Rein von der Quote ist die Roland-Berst-Straße der größte Problemfall: In dieser Straße, die im Speyerer Süden zur Jugendförderung führt, gilt eine Höchstgeschwindigkeit von zehn Kilometern pro Stunde (km/h). Diese wird häufig überschritten, wie die Kontrollen des städtischen Messtrupps zeigen: Die Verwaltung berichtet auf Anfrage von 104 Verstößen bei 232 kontrollierten Fahrzeugen an drei Messtagen – eine Quote von 45 Prozent. Die Stadt sprach hier 63 Verwarnungen, 41 Anzeigen und vier Fahrverbote aus.
Die Landauer Straße belegte laut Stadt den Spitzenplatz hinsichtlich des Verkehrsaufkommens: An vier Messtagen wurden hier 3151 Fahrzeuge kontrolliert und 240 Geschwindigkeitsverstöße festgestellt (Quote: 7,6 Prozent), davon acht wegen besonderer Schwere mit Anzeigen geahndet. Auf dem zweiten Platz liegt die Obere Langgasse mit 2357 kontrollierten Fahrzeugen und 229 Verstößen (davon 13 Anzeigen) und einer Quote von 9,7 Prozent. Es folgt die Petschengasse mit 133 Verstößen (davon vier Anzeigen) bei 1934 Messungen. Quote hier: 6,9 Prozent.
Mehr als doppelt so schnell wie erlaubt
Das höchste Tempo wurde laut Stadt in der Waldseer Straße registriert: Statt der erlaubten 50 km/h wurde dort ein Fahrzeug mit 70 km/h geblitzt. Die gravierendste Überschreitung relativ zum Tempolimit stammt aus der Franz-Kirrmeier-Straße: „Hier wurde bei einem zulässigen Limit von 30 km/h eine Geschwindigkeit von 67 km/h gemessen.“
Die Stadt hat nach eigener Mitteilung im September insgesamt 14.322 Fahrzeuge an 38 verschiedenen Gefahrenstellen überprüft. Es seien 987 Verwarnungen und 111 Anzeigen wegen Überschreitungen der zulässigen Höchstgeschwindigkeit ausgesprochen worden. Die bisherige Bilanz: „Die Messungen dienen dazu, die Verkehrssicherheit zu erhöhen und Geschwindigkeitsüberschreitungen konsequent zu ahnden.“ Weil der Fokus auf der Sicherheit von Kindern, Jugendlichen und Senioren liegen solle, werde auch künftig in Straßen mit Einrichtungen wie Kindertagesstätten, Schulen oder Seniorenheimen verstärkt kontrolliert.