Römerberg
Sporthalle in die Jahre gekommen: Hoffnung auf Sondervermögen
Die Sporthalle, die von der Grundschule Berghausen, aber auch von Vereinen genutzt wird, stammt aus dem Jahr 1974. „Die Anlage ist in die Jahre gekommen“, berichtete Ortsbürgermeister Matthias Hoffmann (Grüne) bei einem Vor-Ort-Termin mit dem Haupt- und dem Bauausschuss. So liege bei manchen Betonträgern der Stahl frei oder Dämmung habe sich gelöst. Die Fenster seien nur einfach verglast, und auch das Dach, das schon einmal vom Landkreis saniert wurde, sei nicht gedämmt. Weil Notausgänge fehlten, dürfte die Halle nur noch für Veranstaltungen bis 200 Personen genutzt werden, obwohl eigentlich Platz für bis zur 600 Menschen wäre.
Eigentlich müsste also auch die Halle selbst saniert werden, doch Hoffmann sieht bei den Sanitäranlagen, Umkleiden und der Heizung noch dringenderen Handlungsbedarf, auch wenn zumindest die Duschen schon einmal erneuert wurden. Die Gasheizung ist 24 Jahre alt. „Es kann jederzeit passieren, dass sie unvorhergesehen kaputt geht“, sagte der Bürgermeister. Seine Idee: den gesamten Umkleidebereich abreißen und neu bauen. Dabei würde er sich gerne die Option offenhalten, den einstöckigen Vorbau vor der eigentlichen Halle um eine weitere Etage aufzustocken. Zwar hätten sich die Überlegungen zerschlagen, dass die Oggersheimer Mosaikschule mit Förderschwerpunkt einen weiteren Standort in Römerberg bekommt. Doch wenn es künftig weitere Interessenten gebe, die Räume der früheren Römerberger Realschule zu nutzen, die derzeit übergangsweise von der Speyerer Pestalozzischule belegt sind, sei es gut, Erweiterungsmöglichkeiten zu bieten.
Mehrere Optionen
Hoffmann machte deutlich, dass noch verschiedene Optionen für die Zukunft der Halle offen seien und es bei dem Vor-Ort-Termin darum gehe, sich einen Eindruck vom Zustand des Gebäudes zu verschaffen. Dieses ist aufgrund seiner Größe für die Handballer des TuS Heiligenstein nur bedingt geeignet. Die Römerberger Vereine wünschen sich schon lange eine neue Trainingshalle. Sowohl der Bau einer neuen Halle hinter der jetzigen wurde schon diskutiert als auch die Möglichkeit, die bestehende Halle durch einen größeren Neubau zu ersetzen. Wegen der hohen Kosten – Hoffmann nannte bis zu 7 Millionen Euro für einen Neubau – wurden die Pläne aber nicht weiterverfolgt.
Der Bürgermeister wittert in Bundesmitteln aus Sondervermögen eine Chance, zumindest die nötigsten Sanierungen anzugehen. Bereits im Dezember hatte Hoffmann angeregt, sich mit dem Sanitär- und Umkleidetrakt der Turnhalle für das Bundesprogramm „Sanierung kommunaler Sportstätten“ zu bewerben, über das die Gemeinde auch einen Kunstrasenplatz verwirklichen möchte. Außerdem hofft er, dass die Ortsgemeinde von dem Anteil, den die Verbandsgemeinde Römerberg-Dudenhofen aus dem 100-Milliarden-Sondervermögen, dass an Länder und Kommunen verteilt wird, profitieren könnte.