Handball
Spiel des Tages: TSV Speyer gegen Spitzenreiter HSG Dudenhofen
Déjà-vu in der Speyerer Sporthalle Ost. Vor ziemlich genau einem Jahr gab es die Rekordkulisse von 680 Fans. Am Samstag steht das Spiel erneut auf dem Spielplan der Handball-Oberliga Pfalz der Männer: Um 20 Uhr trifft der TSV Speyer im absoluten Spitzenspiel auf die HSG Dudenhofen/Schifferstadt.
Auch damals begegneten sich die beiden in der Tabelle führenden Teams ungeschlagen. Jetzt ist das mit Hochspannung erwartete Lokalderby sogar das Match des Vizemeisters gegen den amtierenden Titelträger.
Sören Pohlmann: Leider nicht Favorit
Speyers Sportlicher Leiter Sören Pohlmann freut sich auf die besondere Atmosphäre und wiederum viele Zuschauer, aber: „Auch wenn es ein Heimspiel ist, sind wir leider nicht der Favorit aufgrund der personellen Situation. Trotzdem wird die Mannschaft alles reinwerfen und versuchen, über den Kampf und die Einstellung die Begegnung so lange wie möglich offen zu gestalten.“ Arik Weber und Fabian Hauck sind langzeitverletzt. Einige weitere Akteure sind angeschlagen.
Vor den Gästen hat man Respekt. Die HSG stelle mit starken Einzelakteuren eine eingespielte Sieben, die ihr hohes Niveau aus den Vorjahren nahtlos weiter fortsetze und dominant auftrete. „Im Vergleich der beiden Mannschaften war unser höchster Sieg vom Ergebnis her ungefähr deren knappster Sieg“, so Pohlmann. Bei im Schnitt über 40 erzielten HSG-Toren werde man das Spiel nicht im Angriff gewinnen können, sondern konzentriere sich auf die Abwehrarbeit. Die Hoffnung: Ballgewinne und Tempospiel nach vorne.
„Bei uns muss schon sehr viel passen und der Gegner sollte nicht seinen besten Tag haben. Wir erwarten ein volles Haus und sind sicher, dass uns unsere Fans helfen werden.“
David Oetzel: Stolz auf die Mannschaft
Alles gut bei Dudenhofen/Schifferstadt: „Ich bin total stolz auf meine Mannschaft, wie sie es geschafft hat, die herbe Niederlage in der Relegation wegzustecken und sich neu zu motivieren. Wir wirken insgesamt gefestigter und werden uns auch bei möglichen kommenden Niederlagen in dieser Spielzeit nicht von unserem Weg abbringen lassen“, zieht Übungsleiter David Oetzel den Hut vor den Seinen.
In Speyer verspürt er aufgrund des Vorsprungs von zwei Punkten keinen Druck. Er vertraut auf das bis auf wenige Ausnahmen bisher sehr souveräne Auftreten seiner Formation. Er erwartet erneut eine riesige Kulisse und hofft, dass man auch bei einem Rückstand kühlen Kopf bewahren könne.
Die Hausherren schätzt er aufgrund ihrer Zugänge stärker ein als im Vorjahr: „Sie stellen eine robuste, defensive Abwehr mit Tim Doppler im Tor und kommen im Angriff vor allem über ihre Spielsteuerung durch Denis Markert und Julian Doppler. Für mich ist die Mannschaft auf allen Positionen gut besetzt mit keinen klar erkennbaren Schwächen.“ Bei den Gästen sind alle Spieler fit. Raphael Sager und Carsten Handl spielen nach ihren schweren Verletzungen wie Paul Wosien meist in der zweiten Mannschaft.
RHEINPFALZ-Tipp: 30:33
Die Gäste sind alles in allem etwas stärker einzuschätzen und wiederholen in einem rasanten Schlagabtausch ihren Vorjahreserfolg.