Speyer Speyerer Hilfen sind wichtig im Katastrophengebiet

Mayschoß: Feuerwehrleute vor zerstörtem Gebäude.
Mayschoß: Feuerwehrleute vor zerstörtem Gebäude.
Begraben: Auto im Sand.
Begraben: Auto im Sand.
Ausrangiert: Elektrogeräte.
Ausrangiert: Elektrogeräte.

Speyerer Hilfsangebote für die von der Unwetter-Katastrophe im Norden von Rheinland-Pfalz Betroffenen haben sich am Dienstag konkretisiert. Eine wichtige Rolle spielen die Kirchen. Katastrophenhelfer aus der Pfalz bleiben vorerst vor Ort, darunter die Speyerer Feuerwehr in einem der am stärksten betroffenen Orte.

80.000 Euro Soforthilfe für die Katastrophenregion haben in Speyer die Evangelische Kirche der Pfalz und das Bistum Speyer bereits bereitgestellt. Sie rufen zu weiteren Spenden auf. Die Landeskirche kündigte für den kommenden Sonntag auch eine Sonderkollekte für die Opfer in all ihren Gottesdiensten an. „Die fürchterlichen Ereignisse und Bilder der letzten Tage bewegen uns zutiefst. Viele Menschen in unserer Kirche in der Pfalz und Saarpfalz haben das große Bedürfnis zu helfen“, wird Kirchenpräsidentin Dorothee Wüst zitiert. Von Sachspenden werde momentan abgeraten, weil die Kapazitätsgrenzen erreicht seien.

Geldspenden fließen in Speyer auch von vielen Privatleuten sowie von öffentlichen Einrichtungen. Nur ein Beispiel ist die städtische Wohnungsbaugesellschaft Gewo Wohnen. Sie hat darüber informiert, dass sie 2500 Euro für die betroffenen Regionen gespendet hat. Abgewickelt wird dies für ihren Dachverband VDW, der mit seinem Bestand vor allem in Nordrhein-Westfalen stark betroffen sei, so Gewo-Geschäftsführer Oliver Hanneder.

Feuerwehreinsatz dauert an

Beim seit Freitag andauernden Hilfsdienst der Speyerer Feuerwehr in der tagelang von der Außenwelt abgeschnittenen Weinbaugemeinde Mayschoß im Ahrtal ist noch kein Abschluss in Sicht: „Über ein Ende des Einsatzes zu sprechen, wäre zum aktuellen Zeitpunkt verfrüht“, berichtet Feuerwehr-Sprecher Thomas Tremmel. Die Speyerer Kräfte sind zusammen mit weiteren vorderpfälzischen Einheiten vor Ort, um die größten Schäden zu beseitigen und die Versorgung unter anderem mit Strom und Trinkwasser zu ermöglichen.

Das 1000-Einwohner-Dorf ist einer der am schwersten betroffenen Orte. „Straßen sind zerstört, Häuser bis auf das Fundament weg – und mit ihnen zum Teil auch die Bewohner“, beschreibt es der Neustadter Stadtfeuerwehrinspekteur Stefan Klein. Am Montag wurden erstmals Agenturfotos aus Mayschoß übermittelt, die das Ausmaß der Zerstörung zeigen. Wehrmann Klein beschreibt kriegsähnliche Zustände. Es werde auch gegen Seuchengefahr gekämpft.

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