Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Speyerer Gründerinnen kommen für „Pop up“ aus Frankfurt

Die Gründerinnen: Lisa Frisch (rechts) und Katharina Pfaff.
Die Gründerinnen: Lisa Frisch (rechts) und Katharina Pfaff.

Ein Speyerer Start-up des Jahres 2015 hat sich in der Bankenmetropole Frankfurt etabliert. „Frisch Beutel“ von Lisa Frisch und Katharina Pfaff sind nachhaltig und fair produzierte Taschen. Sie kehren nun mit ihren Schöpferinnen nach Speyer zurück – für zumindest eine Woche.

An die 70 Produkte haben die beiden Designerinnen Lisa Frisch und Katharina Pfaff inzwischen in ihrem Sortiment. Alle selbst gestaltet, teilweise selbst genäht, die anderen in Offenbach und damit nur wenige Kilometer vom Firmensitz entfernt hergestellt. Wenn sie am Samstag, 23. Juli, 10 bis 16 Uhr, zu einem „Pop-up-Event“ in den „Kaufladen unverpackt“ in der Großen Greifengasse kommen, haben sie unter anderem vier sogenannte Halbmondtaschen aus ihrer brandneuen Kollektion dabei, wie Frisch berichtet. Handtaschen, Kosmetikbeutel und kleine Rucksäcke sind ihre weiteren Spezialitäten.

Die Taschen mit Speyer-Bezug, die es früher auch in einem Geschäft in der Domstadt zu kaufen gab, werden auch nach dem Aktionstag mit Sekt und Schnittchen noch mindestens eine Woche lang im Kaufladen zu erhalten sein, verrät Frisch. Mit den Inhaberinnen des Geschäfts in Speyer seien sie seit der Schulzeit bekannt. Die beiden Frisch-Beutel-Gründerinnen selbst sind befreundet, seit sie 15 Jahre alt sind. Sie haben zusammen am Gymnasium am Kaiserdom ihr Abi gemacht und dann beide in Trier studiert. Ihren Firmensitz haben sie 2015 ein halbes Jahr nach der Gründung in Speyer nach Frankfurt verlegt, aber den Kontakt in die Pfalz gehalten. Nun wollen sie den Vertrieb auch hier wieder intensivieren.

Onlineshop ist wichtig

Wichtiger Vertriebsweg sei ihr eigenes Angebot frisch-shop.de, berichtet Frisch. Auch andere nachhaltige Online-Händler wie Avocado hätten ihre Taschen im Angebot. Dazu kämen rund zehn ausgewählte Geschäfte im stationären Handel und die Teilnahme an Design-Märkten. Mit einer Junior-Designerin und einer Praktikantin habe sich ihre GbR inzwischen auch personell verstärkt. „Wir sind gerade in einer Wachstumsphase und überlegen uns, welches der nächste Schritt ist“, berichtet Frisch. Als der jährliche Umsatz zuletzt in den sechsstelligen Bereich geklettert sei, seien sie stolz gewesen. Wie ihre Produkte müsse aber auch das Wachstum ihres Unternehmens nachhaltig sein, betont die Modedesignerin.

Materialien aus der Natur

Frisch und Pfaff sehen sich nach eigenem Bekunden als „Pioniere gegen ,Fast Fashion’“, so Frisch. Ihre Kollektion stehe für besonderes Design und für hochwertige Materialkombinationen. Zu ihren Werten gehöre „vor allem im Einklang mit unserer Umwelt zu leben und auf sie zu achten“. Dazu passe die regionale Produktion in kleinen Chargen von etwa 50 Exemplaren pro Tasche. Verwendet werde Echtleder mit zertifizierter Herkunft, aber auch andere Materialien seien im Kommen. Kork gehöre bei den „Frisch Beuteln“ dazu, neu sei Apfelleder aus Überresten der Apfelsaft-Industrie, die mit Kunststoffen versetzt würden. „Unsere Materialien kommen aus der Natur“, betont Frisch.

Aus der Kollektion: Handtasche.
Aus der Kollektion: Handtasche.
Mit verschiedenen Materialien: Geldbeutel.
Mit verschiedenen Materialien: Geldbeutel.
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