Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Speyer: TSV-Abteilungsleiter spricht über sein Ehrenamt

Klaus Maier
Klaus Maier

Herr Maier, waren Sie diese Woche schon in Ihrem Ehrenamt tätig?
Diese Woche noch nicht direkt. Vergangene Woche waren wir im Zusammenhang mit dem Dreck-weg-Tag auf der Anlage und haben Vorbereitungen für die neue Saison getroffen. Aktuell sind die Tennishallen geschlossen und im Frühjahr erfolgt die Instandsetzung der Plätze im Freien. Wir stellen uns bezüglich Corona natürlich die Fragen: Wie kann es weitergehen? Können wir die Saison so spielen wie wir es vorhaben?

Wie sind Sie zum Ehrenamt gekommen?
Wir haben damals den Hallentennis-Club in der Tennishalle in Dudenhofen gegründet, wo wir viele Jahre gespielt haben. Irgendwann wollten wir auch im Freien spielen. Als wir erfahren haben, dass der TSV die heutige Fläche damals großflächig umgestaltet hat und die Idee hatte, dort Tennisplätze zu bauen, sind wir beigetreten. Seitdem bin ich dabei. Damals als Kassenwart, seit 1999 als Abteilungsleiter.

Was fällt für das Amt an – welche Aufgaben, welcher Zeitaufwand?
Ich bin mit Harald Köhler der erste Ansprechpartner für Neuinteressenten. Was die Vorstandsarbeit betrifft, kümmert sich Harald Köhler um die Platzpflege und ich bin für die administrativen Aufgaben zuständig. Der Zeitaufwand hält sich in Grenzen. Wir planen interne Vereinsturniere und Freundschaftsspiele.

Haben Sie ein besonderes Talent dafür, das gewisse Etwas?
Man muss ein bisschen Idealismus mitbringen. Es werden immer weniger, die das Amt übernehmen möchten. Ein bisschen kommunikativ sollte man sein, mit den Menschen reden und auf sie eingehen können.

Wann geht Ihnen das Herz auf?
Mich freut, wenn wir ein schönes Turnier gespielt haben und anschließend zusammensitzen und die Teilnehmer bestätigen, dass es ein schöner Tag war. Wir haben eine wunderschöne Anlage und eine Clubhütte, wo wir auch nach den Spielen zusammensitzen. Wenn das in diesem Umfang nicht mehr möglich sein wird wegen Corona, würde uns das sehr fehlen.

Und wann platzt Ihnen der Kragen?
In Bezug auf mein Ehrenamt ärgert mich nichts, weil wir eine sehr gutes Team sind. Was mich allerdings in den letzten Tagen ärgert, ist das Verhalten mancher Menschen, die in unserer ernsten Situation so tun, wie wenn sie nicht besonders tragisch wäre. Wie beispielsweise Tausende von Besuchern in Gimmeldingen trotz Absage des Mandelblütenfestes.

Sie tun etwas für andere – wie kann man denn Ihnen helfen?
Die Aufteilung zwischen Harald Köhler und mir ist optimal. Wenn zusätzliche Tätigkeiten zu verrichten sind, sind die Kollegen immer da.

Und bleibt neben dem Ehrenamt auch genügend Zeit für Ihr Privatleben?
Wir haben einen kleinen Garten, den wir herrichten, fahren gerne Rad, spielen gerne Tennis und kümmern uns um zwei Hunde. Aber unser größtes Hobby ist unser vierjähriger Enkel.

Zur Person

Klaus Maier (65), Rentner, ist seit 1999 Abteilungsleiter beim TSV Tennis.

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