Am Rande Speyer in der Ukraine

Vom Krieg betroffen: Odessa. Bild nach dem Beschuss eines Treibstoffdepots. In der Region liegt der frühere Ort Speier.
Vom Krieg betroffen: Odessa. Bild nach dem Beschuss eines Treibstoffdepots. In der Region liegt der frühere Ort Speier.

In der früheren Schreibweise „Speier“ gab es Speyer auch in der Ukraine. Seit Sowjetzeiten Pischtschanyi Brid genannt, liegt die knapp 3000 Einwohner zählende, ländlich geprägte Gemeinde am linken Ufer des Flusses Beresan nördlich der Hafenstadt Odessa. Das ukrainische „Speier“ besteht seit Anfang des 19. Jahrhunderts, als Zar Alexander I. hauptsächlich Bauern aus den durch die Napoleonischen Kriege verheerten Rheinprovinzen zur Auswanderung einlud, sich bei Odessa niederzulassen. Nachforschungen von Helmut Seebach ergaben, dass das um 1809 gegründete „Speier“ seinen Namen auf den Vorschlag des Kolonisten Johannes Schanz aus Lingenfeld erhielt. 1811 hätten in der Kolonie Speier 102 Familien gelebt. In der Region gab es auch die Orte Landau, Kandel, Rohrbach und Neuburg.

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