Speyer
Speyer: Haltermänner rochieren
Personalrochade bei der Firma Haltermann: Andreas Schröder (54), seit Eintritt ins Unternehmen im Juli 2019 kommissarischer Werkleiter in Speyer, ist zur Muttergesellschaft HCS Group nach Frankfurt gewechselt und in das Executive Committee berufen worden. Neuer Standortleiter Speyer ist Henning Wartig.
Der 47 Jahre alte promovierte Chemiker Henning Wartig soll nach Angaben der HCS-Group-Zentrale in Frankfurt als Standortleiter mit seinen umfangreichen Kenntnissen im Anlagen- und Prozessmanagement, die er in seinen früheren Positionen bei BASF und Thor erworben habe, die Produktivität des Standorts Speyer erhöhen. Außerdem gelte es, den Neubau und die Inbetriebnahme der Hydrieranlage auf dem Betriebsgelände in Speyer voranzubringen.
Zu Wartigs Aufgaben gehört es demnach, sowohl eine reibungslose Organisation der Betriebsabläufe am Standort sicherzustellen, als auch die Entwicklung und Produktivität des Standorts zu fördern. Ein zentrales Thema ist momentan die Fertigstellung der neuen Hydrieranlage, die für das Jahr 2020 vorgesehen ist. Bei der Hydrieranlage handelt es sich um die größte Investition am seit 1965 bestehenden Standort Speyer der Haltermann-Carless-Gruppe. Sie bietet Produkte aus Kohlenwasserstoff an. Jährlich werden 200.000 Tonnen Rohstoffe in Speyer weiterverarbeitet.
„Idealer Standortleiter“
Seine berufliche Karriere startete Wartig 2002 in Speyer bei dem Spezialchemieunternehmen Thor GmbH im Industriegebiet West als Laborleiter. Danach war er bei der BASF in Ludwigshafen als stellvertretender Betriebsleiter tätig. Seine Kenntnisse in der Labor- und Betriebsleitung sowie im Projekt- und Prozessmanagement und vor allem seine enge Verbundenheit mit der Stadt Speyer machen ihn nach Angabe des Unternehmens zu einem „idealen Standortleiter für die Haltermann Carless“. Arbeitssitz Wartigs ist Speyer. Er ist seit September in der Verantwortung.
In der HCS-Group, einem international führenden Anbieter von Lösungen für hochwertige Kohlenwasserstoffspezialitäten, trägt der Vorgänger Andreas Schröder nun die globale Verantwortung für die gruppenweite Produktion und Technik sowie für Umwelt, Gesundheit, Sicherheit und Qualitätsmanagement. Seine Zuständigkeit schließt den Produktionsstandort Speyer ein sowie die weiteren deutschen Produktionsstandorte Hamburg und Duisburg, aber auch die vier Produktionsstandorte im Ausland (Englang, Frankreich, USA).
Andreas Schröder, ebenfalls promoviert, verfügt laut Unternehmensmitteilung über mehr als 30 Jahre internationale Erfahrung in Vertrieb, Produktion, Engineering, Controlling und Management in der chemischen Industrie im In- und Ausland. Vor seinem Eintritt in die HCS Group arbeitete er für Ineos Styrolution und Evonik, teilte das Unternehmen mit.
Neubau läuft planmäßig
Die Arbeiten an der neuen Hydrieranlage gehen unterdessen planmäßig voran. „Im Moment wird die Anlieferung eines weiteren großen Behälters geplant“, teilte HCS-Group-Pressesprecherin Sandra Zirm auf Anfrage mit. Im August war eine 32 Tonnen schwere und 34 Meter hohen Kolonne per Spezial-Riesen-Transporter auf das Werksgelände am Flugplatz gebracht worden. Mit Hilfe zweier Schwerlastkräne, unter verschärften Sicherheitsbedingungen und in einer fast auf die Sekunde orchestrierten Prozedur wurde die Stahlkonstruktion in einer Nacht an ihren Standort gehievt und dort festgeschraubt.
Bei einem neuen Behälter, der nun erwartet wird, werde die Prozedur ähnlich verlaufen. Auch für dessen Anlieferung müssten unter anderem Straßen gesperrt, ein detaillierter Zeitplan erstellt und eingehalten werden. Nur so könne er möglichst problemlos seine neue Heimat erreichen. In wenigen Wochen soll es soweit sein. „Der genaue Termin steht noch nicht fest“, sagte Sprecherin Zirm.