Speyer Sorgen um Dennis Sommer

«PIRMASENS.» Gleich zwei Krankenwagen standen am Samstagnachmittag kurz nach 16 Uhr im Sportpark Husterhöhe: Der eine brachte Dennis Sommer, Oberliga-Fußballer des TuS Mechtersheim, ins Krankenhaus (RHEINPFALZ am SONNTAG informierte). Im anderen Wagen wurde ein schwer gestürzter Zuschauer behandelt.
Da Sommer, auf dem Rasen liegend, schon eine Infusion bekam, unterbrach der junge Schiedsrichter Tom Bauer die Partie für etwa zehn Minuten. Eine ernste, angespannte Atmosphäre herrschte im Stadion, wo die 460 Zuschauer bis dahin ein sehr munteres Fußballspiel erlebt hatten. Als dann die restlichen zwei Minuten der Nachspielzeit absolviert waren und der verdiente 3:2-Sieg des FKP feststand, riss kein Pirmasenser jubelnd die Arme hoch, obwohl sie gerade mit diesen drei Punkten aus dem sechstletzten Rundenspiel einen weiteren Schritt in Richtung Regionalliga-Aufstiegsrunde gemacht hatten. TuS-Trainer Ralf Schmitt scharte die Seinen zu einer kurzen Ansprache im Kreis um sich. Später sollte der ehemalige Zweitliga-Profi des Karlsruher SC dann sagen: „Meine Mannschaft ist ziemlich niedergeschlagen. Ein Punkt wäre nicht unverdient gewesen. Allerdings hat der Gegner offensiv eine brutale Qualität.“ Und diese Qualitäten, die am Mittwoch zuvor bei der 0:1-Blamage in Salmrohr kaum zu erkennen waren, führten dazu, dass der FKP seine Saisontreffer 84, 85 und 86 schoss – und es hätten noch einige mehr sein können, wenn Mechtersheims Keeper Peter Klug in der Pirmasenser Drangphase nach dem Seitenwechsel nicht eine Glanzparade nach der anderen gezeigt hätte. „Auf den Außen war Pirmasens supergut, und wir verteidigten da zu weit auseinander“, stellte TuS-Innenverteidiger Thorsten Ullemeyer fest. Seine Respektbekundung bezog sich vor allem auf Rechtsaußen Jonas Singer, der das 1:1 (28.) und 3:1 (59.) erzielte, zudem nach Christopher Ludys Traumpass Pech mit einem Pfostentreffer hatte (75.). Das 2:1 (48.) ging ganz auf das Konto von Manuel Grünnagel. Der Rechtsverteidiger verwandelte gewohnt sicher einen Elfmeter, den er selbst herausgeholt hatte. Thorsten Ullemeyers 0:1 in der 18. Minute nach einer Rechtsecke des starken Kevin Selzer wäre laut FKP-Trainer Peter Tretter zu verhindern gewesen: „Es gab da eine ganz klare Zuordnung“ -, und dennoch hätte der 1,94 Meter große TuS-Innenverteidiger sogar mehr als einmal treffen können. Das unglückliche Eigentor von Yannick Grieß (66.) brachte Mechtersheim noch mal ins Spiel. Der lange Windsberger wähnte TuS-Angreifer Eric Veth hinter sich, wollte nach einer nicht wirklich gefährlichen Flanke klären und bugsierte den Ball aber mit dem Schienbein unhaltbar für Kläs ins eigene Netz.