Speyer RHEINPFALZ Plus Artikel Sorge um Kinder und Autoreifen

Großprojekt: Straßenumbau vor der früheren Erlus-Villa.
Großprojekt: Straßenumbau vor der früheren Erlus-Villa.

Die Diskussion um ein scharfkantiges Beet, das entlang der Franz-Kirrmeier-Straße an der Einmündung Hafenstraße angelegt worden ist, dauert an. Jetzt ist es zu einer ersten Beschädigung gekommen. Auch weitere Beete werden kritisiert. Die Stadtverwaltung sieht keine besondere Gefahrenstelle, will die Lage nun aber speziell im Auge behalten.

„Jetzt ist es passiert. Schon wenige Tage nach der Freigabe der Fahrbahn in der Franz-Kirrmeier-Straße wurde die Blumenbeet-Einfassung beschädigt und wohl auch der Reifen des Fahrzeuges.“ Bürger Gerhard Höhl hat den Schaden entdeckt, den er schon in einer Leserzuschrift vor zwei Wochen befürchtet hatte. Das Beet sei nicht weit genug von der Straße entfernt. Höhl rät zumindest zu einem Warnschild.

Mit Karl-Heinz Erny kritisiert ein weiterer Bürger die Stahlblech-Einfassungen ein Stück weiter, im ebenfalls neugestalteten Bereich entlang der Hafenstraße: „Wenn ein Kind mit dem Kopf auf die spitzen Kanten fällt, kann das lebensgefährlich sein.“ Auch mit Mike Oehlmann, FDP-Fraktionsvorsitzender im Stadtrat, hat Erny darüber gesprochen. Er teile die Bedenken, so Oehlmann. Er habe sie schon von mehreren Seiten gehört und an die Stadtverwaltung weitergeleitet.

Stadt beobachtet

Die städtische Tiefbauabteilung will auf Anfrage die beschädigte Stelle an der Kirrmeier-Straße beobachten und prüfen, ob sie noch sicherer gestaltet werden kann. „Kurzfristig wird das allerdings nicht möglich sein“, erklärt Lisa Eschenbach, Sprecherin der Stadtverwaltung. Grundsätzlich habe sich an der ersten Einschätzung gegenüber der RHEINPFALZ nichts geändert: Das Beet sei weit genug weg von der Fahrbahn. Auch anderswo gebe es Hindernisse, etwa Gebäudeecken, dicht an der Fahrbahn. „Man kann nicht allen Eventualitäten vorbeugen“, so die Sprecherin. Sie nennt das Stichwort allgemeines Lebensrisiko und appelliert an die Eigenverantwortung der Verkehrsteilnehmer. Der genannte Schaden an der Einfassung deute darauf hin, dass er nicht im normalen „Längsverkehr“ passiert sei, sondern bei einem Rangiermanöver eines größeren Fahrzeugs.

Gefahren für Fußgänger sieht die Verwaltung nicht. Die Beeteinfassung reiche auch aus dem Grund so nah an die Fahrbahnen heran, um Fußgänger davon abzuhalten, an der Straße entlangzugehen. Das wäre im fließenden Verkehr der K2 nämlich „deutlich gefährlicher als eine Beeteinfassung“.

Spezialbelag wird gereingt

Die Baustelle, die von der Neugestaltung der Hafenstraße mit Zugang zum künftigen Bürgerpark am Wohnviertel „Am Fluss“ ausging und quasi über die Kirrmeier-Straße bis zur Einmündung von Am Heringsee reichte, werde in Kürze abgenommen, informiert die Stadt. Auch für die Probleme mit dem Spezialbelag in der Hafenstraße, der Rostflecken hinterlässt, sei eine Lösung gefunden: Eine Spezialfirma werde auf Kosten des Herstellers mit der Reinigung beauftragt. Falls es zum Nachrosten käme, würde dies gegen Ende der vierjährigen Gewährleistungsfrist wiederholt.

Am Freitag wurden laut Stadt die Sanierungsarbeiten in der Straße Am Heringsee abgeschlossen. Am Montag wandere die Bautätigkeit in den Bereich der Hafenstraße 3 bis 37. „Neben der Erneuerung der Fahrbahndecke werden die Stadtwerke neue Versorgungsleitungen verlegen“, so die Stadt. Die Hafenstraße werde zwei Wochen lang gesperrt, eine Umleitung durch die Nonnenbachstraße und Am Heringsee eingerichtet.

Stadt vermutet Lastwagen als Ursache: Schadensbild am Beet.
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